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Das große Sonntagsblatt-Weihnachts-Preisrätsel

Des Rätsels Lösung

Die Rätselnüsse beim großen Sonntagsblatt-Weihnachtspreisrätsel waren wieder hart. Doch zwei Lösungsschlüssel halfen vielen Lesern das großen Sonntagsblatt-Weihnachtspreisrätsel zu knacken. Sie können sich - mit Preis oder ohne - als Gewinner fühlen. Schwester Ruth Gänstaller aus dem Diakonissenmutterhaus Neuendettelsau darf sich über den Hauptpreis freuen: Sie hat eine Reise im Wert von 690 Euro gewonnen.

Die Gesamtlösung lautet:

O dass doch so ein lieber Stern / soll in der Krippen liegen!
Für edle Kinder großer Herrn / gehören güldne Wiegen.
Ach Heu und Stroh ist viel zu schlecht,
Samt, Seide, Purpur wären recht,
dies Kindlein drauf zu legen!

Die Einzellösungen der drei Rätselfolgen führten zu diesem Gesamtergebnis:

UNS IST EIN KIND GE (Folge 1) BOREN EG SEITE 89 DO (Folge 2) RT LIED 37 STROPHE 6 (Folge 3)

Zum richtigen Lied »Ich steh an deiner Krippen hier« führte Sie auch der »Notenschlüssel«, bei dem Sie die Noten E / A / H / C / A erhielten - der Anfang der Melodie des Lieds von Johann Sebastian Bach. Auf diese Lösung versteckten sich in den einzelnen Fragen noch weitere Hinweise.

Die Lösungen (der Druckausgabe) im Einzelnen:

ERSTER TEIL: 1. Weißes Licht, blauer Mantel

Mit der ersten Frage ging es um die erste Note des »Notenschlüssels« zur Gesamtlösung. Mit den Worten »Magnificat anima mea Dominum« - »Meine Seele erhebt den Herrn« beginnt im lateinischen Text des Lukasevangeliums (1,46-55) der Lobgesang Marias. Insgesamt drei solcher psalmartiger Hymnen oder gibt es im Lukasevangelium: neben dem »Magnificat« der Lobgesang des Zacharias (»Benedictus« 1,68-79) und das » Nunc dimittis«, der Lobgesang des greisen Simeon (2,29-32), der den kleinen Jesus im Tempel sieht und ausruft: »Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast!«

Den Taizé-Kanon »Magnificat« finden Sie im Evangelischen Gesangbuch (EG) als Lied 605. Die fünfte Note des Lieds, eine Viertelnote, ist ein »E«.

 

2. Man nehme...

Aus den angegebenen Zutaten entstehen Elisenlebkuchen (UNS).

 

3. ... das Weihnachtsoratorium

Johann Sebastian Bachs »Kompositionstechnik«, zu anderen - auch weltlichen Anlässen - entstandene Musik in neuen Zusammenhängen wiederzuverwenden, wird als Parodie bezeichnet. Auch im Weihnachtsoratorium finden sich zahlreiche Parodien. Den bekannten Eingangschor »Jauchzet, frohlocket« beispielsweise übernahm der Meister direkt aus einer Glückwunschkantate »Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!« für die sächsische Kurfürstin (BWV 214; man beachte die entsprechende Einsatzfolge von Pauken und Trompeten).

Johann Sebastian Bach.
Foto: sob
   Johann Sebastian Bach.

        

Mit dem Hinweis zu Beginn dieser Frage konnten Sie am Ende Ihre Gesamtlösung überprüfen: Sie musste in irgendeiner Form im Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach auftauchen. Der verwendete nämlich auch zahlreiche Kirchenlieder für Choralsätze. In die sechste, an Epiphanias aufzuführende Kantate des Weihnachtsoratoriums »Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben« fügte Bach das Lösungslied »Ich steh an deiner Krippen hier« ein. Oder jedenfalls die erste Strophe des von Paul Gerhardt verfassten Texts, denn die heute im Gesangbuch (EG 37) zu findende Melodie des Lieds schrieb Bach erst 1736, zwei Jahre nach dem Weihnachtsoratorium. In diesem verwendete Bach für »Ich steh an deiner Krippen hier« die 1529 von Martin Luther geschaffene Weise »Es ist gewisslich an der Zeit«, die heute im Gesangbuch unter der Nummer 149 zu finden ist. Gut 200 Jahre wurde, wie alte protestantische Gesangbücher beweisen, »Ich steh an deiner Krippen hier« so gesungen - bis Bach kam. Kurios: Auch im katholischen Gesangbuch »Gotteslob« gibt es das Paul-Gerhardt-Lied »Ich steh an deiner Krippen hier«. Allerdings mit der alten Melodie Luthers, deren Herkunft ohne Verweis auf den Reformator mit »Wittenberg, 1529« gekennzeichnet ist (IST).

 

4. Starke Frau

Die gesuchte starke Frau, die in allen vier Evangelienschriften genannt wird und die Martin Luther mit dem Prädikat »beherzter als Petrus« auszeichnete, ist Maria Magdalena. Ihrem Beinamen nach stammt sie vermutlich aus dem Ort Magdala am See Genezareth. Maria Magdalena ist die erste, der der auferstandene Jesus begegnet. Ihr trägt Christus auf, den Jüngern die frohe Botschaft der Auferstehung zu überbringen.

Maria Magdalena: Sir Lawrence Alma-Tadema (1836-1912), Rijksmuseum, Amsterdam.
Foto: sob
   Maria Magdalena: Sir Lawrence Alma-Tadema (1836-1912), Rijksmuseum, Amsterdam.

        

Zu einer Frau von zweifelhaftem Ruf, ja zur Prostituierten wurde Maria erst im späten vierten Jahrhundert, als eine frauenfeindliche Kirche begann, die Magdalena mit der namenlosen Sünderin zu identifizieren, die Jesus in Lukas 7,37-38 die Füße salbte. Bis in die 1990er-Jahre gab es im katholischen Irland die berüchtigten »Magdalenenheime« für »gefallene Frauen«.

Maria Magdalena ist auch als Maria von Magdala bekannt. Dass als Lösung »Maria Magdalena« zu verwenden war, erkannten Sie am Hinweis auf die erfolgreiche bayerische Biathletin Magdalena Neuner, die mit dieser Saison ihre Karriere beendet (E/I/N).

 

5. Kreuzworträtsel

Waagerecht: 1 Reportage 10 Erzähler 12 Ghazali 16 so 17 I 18 Au 19 ideell 22 SR 23 Bertini 27 S 28 Demiurg 31 t 32 et 33 Ran 34 Narr 35 U 36 Kind 37 Eule 39 RO 40 NN 41 ERH 42 Ur

Senkrecht: 1 Regisseur 2 Erhardt 3 P 4 OA 5 Re 6 TH 7 Ali 8 Ges 9 er 11 Zauberin 13 Ziemann 14 AD 15 le 20 Ei 21 Ln. 24 Rinde 25 Tuner 26 it 29 rauh 30 GR 36 K.o. 38 E 43 r

In 36 waagerecht erhielten Sie einen Hinweis auf die Gesamtlösung, die sich aus den eingefärbten Feldern ergab: KIND

 

6. Lockenpracht

Das Bild zeigte den 1685 in Halle an der Saale geborenen Komponisten Georg Friedrich Händel. In der Weihnachtszeit ist der erste Teil seines »Messiah« mit dem berühmten »Halleluja« oft zu hören. Die Briten sehen in Händel einen deutsch-britischen Komponisten, weil Händel den ab 1712 den größten Teil seines Lebens in England verbrachte. 1727 wurde der Komponist, der neben deutsch und englisch auch fließend französisch und italienisch sprach, britischer Bürger, 1759 starb er in London, wo er in der Westminster Abbey beigesetzt wurde. In Halle ist man dennoch stolz auf den großen Sohn, der seine Geburtsstadt mit 18 für immer verließ, und errichtete ihm 1859 zum 100. Todestag das erwähnte Denkmal (GE).

 

ZWEITER TEIL: 7. »Ochs« und Esel

Ein »Ochs« war es nicht, sondern ein Bild von einem Stier, das wir Ihnen zusammen mit den leuchtend violetten Eseln zu dieser Frage servierten. Beide Bilder schuf der Maler Franz Marc im Jahr 1911. Es war das Jahr, in dem der legendäre Almanach »Der Blaue Reiter« erschien. Marcs Konfirmandenunterricht in der Münchner St.-Matthäuskirche und Absichten, evangelische Theologie zu studieren, lagen da schon einige Zeit hinter dem 1880 geborenen Künstler. Am 4. März 1916 starb Franz Marc, dessen Mutter, eine geborene Maurice, aus dem Elsass stammte, in Braquis bei Verdun. Verdun ist bis heute Synonym für die Materialschlachten des Ersten Weltkriegs mit ihren wahnwitzigen Zahlen an menschlichen Opfern. Bevor die lothringische Stadt 1648 als Folge des Westfälischen Friedens dem französischen Königreich zufiel, war sie eine freie Reichstadt des Heiligen Römischen Reichs und auf Deutsch unter dem Namen Wirten bekannt.

Franz Marc, Blaues Pferd (1911), Lenbachhaus, München.
Foto: sob
   Franz Marc, Blaues Pferd (1911), Lenbachhaus, München.

        

»Blau« ist selbstverständlich die Farbe von Franz Marc, Wassily Kandinsky und ihren Freunden vom »Blauen Reiter«. Als »blaues Land« gilt wegen seines besonderen Lichts die oberbayerische Voralpenlandschaft rund um Staffel- und Kochelsee. In Kochel befindet sich heute das Franz-Marc-Museum (B/O/R)

 

8. Bringen Sie's auf die Reihe?

20. Juli 1969 - erste Mondlandung eines Raumschiffes mit menschlicher Besatzung.
Foto: sob
   20. Juli 1969 - erste Mondlandung eines Raumschiffes mit menschlicher Besatzung.

        

Als richtige Reihenfolge ergab sich:

   Martin Luthers Kings berühmte Rede mit dem Titel »I have a dream« (E): 28. August 1963
   Erste Mondlandung eines Raumschiffes mit menschlicher Besatzung (N): 20. Juli 1969
   Geiselnahme von München: 5. September 1972
   Helmut Schmidt wird Bundeskanzler der BRD (E): 16. Mai 1974
   Todestag Rudi Dutschkes: 24. Dezember 1979
   Todestag John Lennon (G): 8. Dezember 1980
   Beginn der Massaker von Srebrenica: 12. Juli 1995
   Barack Obama wird Präsident der USA: 20. Januar 2009
   Rücktritt Margot Käßmanns vom Amt als Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (S): 24. Februar 2010
   Beginn des zweiten Ökumenischen Kirchentags in München (E): 12. Mai 2010

 

9. Leuchttürme

Gesucht war die »Hagia Sophia« in Istanbul. Als Kaiser Justinian I. 532 mit ihrem Bau beginnen ließ, hieß die Stadt noch Konstantinopel. Die prächtige und der »heiligen Weisheit« geweihte Kuppelbasilika gehört zu den herausragenden Bauwerken der Spätantike. Ihre Gestalt wurde im gesamten Bereich der orthodoxen Christenheit zum Vorbild des Kirchenbaus. Von der Hagia Sophia inspirieren, ließen sich auch die Venzianer beim Bau des Markusdoms. Als Konstantinopel 1453 fiel, wurde die Stadt türkisch - und muslimisch. Bei den gesuchten »Leuchttümen«, die die Muslime der zur Moschee umgewandelten griechischen Kirche anbauten, handelt es sich natürlich um »Minarette«. Denn die ursprüngliche wörtliche Bedeutung des arabischen Worts »manara« ist Leuchtturm. Schon wenige Jahre nach der Eroberung von Konstantinopel ließen die neuen muslimischen Herrscher der Kirche solche »Leuchttürme« anbauen (I/TE).

 

10. Geheimnisvolle Zeichen

Der fiktive »Palazzo Bonacci« in Pisa war ein Hinweis auf Leonardo Fibonacci (etwa 1180-1241), den wohl begnadetsten europäischen Mathematiker des Mittelalters. Sein Name ist eine Kurzform von »Figlio di Bonacci«, Sohn des Bonacci. Die »Fibonacci-Reihe«, eine unendliche Folge von Zahlen, bei der sich die jeweils folgende Zahl durch Addition ihrer beiden vorherigen Zahlen ergibt, spielte in Dan Browns Kirchenthriller »Sakrileg« eine Rolle.

Als sein Vater 1192 als Notar in die Niederlassung der Pisaner Kaufleute ins algerische Bougie (heute Bejaia) entsandt wurde, holte er seinen Sohn Leonardo nach, um ihn dort in »Algebra«, also der arabischen Rechnenkunst unterrichten zu lassen. Leonardo Fibonacci lernte dort das Rechnen mit den »novem figurae indorum«, den »neun Ziffern der Inder« kennen. In einem »Liber abaci« machte der Italiener die in Europa zuvor unbekannten Zahlzeichen als »indische Ziffern« bekannt. Tatsächlich stammen unsere heutigen Zahlen ursprünglich aus Indien. Weil sie über den arabischen Kulturraum zu uns nach Europa kamen, sind sie heute umgangssprachlich als »arabische Ziffern« bekannt.

Deckt man die »linke Hälfte« der stets symmetrischen Symbole ab...
Foto: sob
   Deckt man die »linke Hälfte« der stets symmetrischen Symbole ab...

        

Um hinter das Geheimnis der Symbole auf der Truhe zu kommen, mussten sie die Anweisungen genau lesen: Deckt man die »linke Hälfte« der stets symmetrischen Symbole ab, werden die Zahlen 1, 2, 3, 4, 5 und 7 sichtbar. Es fehlten also die Ziffern 6, 8 (gelber Kreis) und 9 (grüner Kreis). Die Lösung lautete daher »89«.

 

11. Freund und Kupferstecher

Das Adventslied »Dein König kommt in niedern Hüllen« (EG 14, Seite 49) ist das einzige Gedicht des fränkischen Dichters, Literaturwissenschaftlers und Orientalisten Friedrich Rückert, das im EG mit etwas Fleiß zu finden ist. Die erste Strophe des Lieds beginnt mit den Worten »Dein König...«, die zweite Strophe mit »O mächt'ger...«. Die Lösung lautete also DO.

 

DRITTER TEIL: 12. Grenzfall

Der Maler Gentile die Nicolò Massio (1370-1427) ist unter dem Namen seiner Geburtsstadt Fabriano bekannt. Die Stadt liegt am Rand des Appennin in der italienischen Region der Marken (»Marche«) unweit der Grenze zu Umbrien. Als »Mark« bezeichnete man im mittelalterlichen Europa seit der Zeit der Karolinger für die Sicherung des Reiches besonders wichtige oder besonders gefährdete Grenzgebiete. »Dänemark« oder die »Mark Brandenburg« erinnern bis heute daran. Übrigens auch die dortige »Altmark« - daher der Hinweis auf den Hauptpreis des Weihnachtsrätsels.

Markgrafen herrschten über die Marken als ihnen vom Kaiser direkt verliehene Lehen und hatten besondere Wehrbefugnisse. In Italien gründete Karl der Große gründete bereits 774 nach seinem Langobardenfeldzug die »Mark Verona«. Die mittelitalienische Region Marken verdankt ihren Namen unter anderem der karolingischen »Marca Anconitana«. Ancona ist bis heute die Hauptstadt der Region (R).

 

13. Permutierte Gedichte

Martin Luther und Katharina von Bora.
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   Martin Luther und Katharina von Bora.

        

Hinter den »Gedichten« aus geschüttelten Buchstaben verbargen sich diese historischen Personen:

- MARTIN LUTHER
Nach dem Reformator ist in Ulm eine Kirche benannt, das Ulmer Münster ist seit der Reformation evangelisch. Sodann Luthers Ehefrau
- KATHARINA VON BORA
sowie
- JOHANN TETZEL,
der Ablassprediger (»Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt«) im Dienste römisch-katholischer Kirchbaupläne, gegen den Luther wetterte (T/L).

 

14. Marx- und Engelszungen

Der gesuchte deutsch-deutsche Liedermacher, der im November 2011 seinen 75. Geburtstag feierte, ist Wolf Biermann. Der Systemkritiker Biermann wurde 1976 nach einem Konzert in der Bundesrepublik von der DDR-Führung ausgebürgert und lebt seither in Hamburg (IE).

 

15. Fisch oder Tür? • •

In der Überschrift dieser Frage war ein wertvoller Hinweis versteckt: Der Strich und die beiden Punkte nach dem Fragezeichen bedeuten im Morsealphabet ein »D«. Genau dieser vierte Buchstabe des Alphabets war hier gesucht: das Kennzeichen auf deutschen Autos und die römische Zahl 500. Das »D« auf »D«-Mark-Münzen zeigte die Prägestätte München an. In der Schweiz wird anders als bei uns buchstabiert: Was bei uns »Anton, Berta, Cäsar, Dora« ist, nennen die Eidgenossen »Anna, Berta, Cäsar, Daniel«.

Und was hat es mit »Fisch oder Tür« auf sich? Die Ursprünge unserer Buchstaben liegen in protosemitischen, vermutlich von den ägyptischen Hieroglyphen inspirierten Bildzeichen. Im Fall des lateinischen Buchstaben »D« (grch. Delta, hebr. Dalet) war dies vermutlich eine Zelttür oder ein Fisch.

In Ermangelung »arabischer Zahlen« drückten die Hebräer Zahlwerte mit Buchstaben aus, mit dem »Dalet« die Zahl vier, was wiederum als Abkürzung für den aus vier Buchstaben bestehenden heiligen Gottesnamen יהוה verstanden wurde, der nicht ausgesprochen werden durfte (D).

 

16. Schwaynelatein

Igpay Atinlay! Weineschay-Ateinlay!
Foto: sob
   Igpay Atinlay! Weineschay-Ateinlay!

        

»Pig Latin« kennt in englischsprachigen Ländern fast jedes Kind. Es ist eine schnell zu erlernende Geheimsprache, mit der man für Erwachsene in der Regel unverständliche Gespräche führen kann. Im Text fanden Sie einen Hinweis, dass Sie das »ay« aus den Wörtern streichen mussten. Anschließend mussten Sie den Konsonanten vor dem »ay« ganz an den Anfang stellen (es sei denn, dass Wort begann mit einem Vokal). Sie erhielten so den Satz »Nehmen Sie nun die Ziffern drei und sieben bitte« sowie auf Englisch den entsprechenden Satz »Now take the numbers three and seven please«. Auch die Frage selbst (»Nehmen Sie nun die...« war ein Hinweis auf die Lösung (3/7).

 

17. Zwei Gedichte

Die beiden Gedichte stammen von Christian Morgenstern (1871-1914). Morgenstern wird für seine kluge, komische und kuriose Lyrik geliebt, die aber nur einen Teil seines Werks ausmacht. Im Text erhielten Sie einen Hinweis auf den »Morgen« und den »Stern« von Bethlehem. In der Gesamtlösung, der 6. Strophe von »Ich steh an deiner Krippen hier« heißt es: »O dass doch so ein lieber Stern...«. Vom Stern zu nehmen waren hier die Buchstaben ST.

 

18. Drei »Könige« im Zugabteil

Der gesuchte Wiener Schriftsteller, Satiriker, Aphoristiker und Kulturkritiker mit den keineswegs »krausen« Gedanken ist Karl Kraus (1874-1936). Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Drama »Die letzten Tage der Menschheit«, das in den Jahren 1915 bis 1922 als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg entstand. Ohne fortlaufende Handlung reiht Kraus darin über 200 meist kurze Szenen aneinander, in denen eine Vielzahl realer und fiktiver Figuren auftreten - von den Kaisern Franz Joseph und Wilhelm II. bis zum »einfachen Soldaten, der namenlos ist« - und die in den verschiedensten Situationen den Kriegsalltag zeigen (R).

 

19. Der richtige Weg

Der richtige Weg zum Ziel?
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   Der richtige Weg zum Ziel?

        

Wie lautet die klug gestellte Frage, mit der sich herausfinden lässt, welcher Weg sicher zum Ziel führt? Zum Beispiel so: »Welchen Weg würde mir der andere auf die Frage nach dem Weg zum Ziel weisen?«

Denn egal wen von den beiden Torwächtern unser Prinz fragt: Der richtige Weg, der Weg zum Ziel ist dann stets der andere. Der Lügner weiß, welchen Weg der Aufrichtige zeigen würde - nämlich den richtigen - und würde als notorischer Lügner auf den anderen, den falschen Weg zeigen. Der Aufrichtige weiß, dass der andere ein notorischer Lügner ist, der auf die Frage nach dem richtigen Weg auf den falschen zeigt. Der »gute« Torwächter deutet deshalb, aufrichtig wie er ist, ebenfalls auf den Weg ins Verderben. Der wohlgeborene Wanderer muss einfach den anderen Weg nehmen.

Auf unserem Bild deutete eine der Torwachen auf den Weg nach »ICKE«. Die richtige Lösung war daher »OPHE«.

 

20. Die Note des Musterschülers

Der höchste Wurf beim Würfel, die Sechs, erlaubt beim »Mensch ärgere dich nicht«, eine neue Figur ins Rennen zu werfen. Die Schulnoten stehen in der Schweiz auf dem Kopf (oder hierzulande, aus der Perspektive südlich des Bodensees): eine Sechs ist, jedenfalls in den meisten Kantonen, die beste, eine Eins die schlechteste Zensur (6).

 

21. Tonbuchstaben

Zum Schluss erhielten Sie noch einmal drei Noten für ihren musikalischen Lösungsschlüssel: Der Meister des Weihnachtsoratoriums ist natürlich kein anderer als Johann Sebastian Bach. Die Buchstaben seines Nachnamens lassen sich auch als Noten lesen, womit der Meister bekanntlich immer wieder spielte. Richtig waren hier die letzten drei Buchstaben von »BACH« in umgekehrter Reihenfolge, also die Noten H - C - A.

 

Fürs Mitmachen bedankt sich Rätselmacher Markus Springer. Bis zum nächsten Mal!

 

 

  Anbetung der Hirten, Guido Reni, 1630-1642, Neapel, Museo di San Martino.

 
 

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abgerufen 02.09.2014 - 03:47 Uhr

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