Die Landessynode
Das bayerische evangelische »Kirchenparlament« ist eines von drei kirchenleitenden Organen
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Frank
 Viel auf bayerischen Bahnhöfen unterwegs: Wie mit Heidi Schülke, Präsidentin von 2002 bis 2008, steht eine oder ein Ehrenamtlicher an der Spitze der Landessynode.
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Die Landessynode ist laut Verfassung die kirchliche Volksvertretung in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Synode und Landessynodalausschuss bilden gemeinsam mit Landesbischof und Landeskirchenrat die Kirchenleitung der 2,6 Millionen Mitglieder starken bayerischen Landeskirche.
Die erste Tagung der neugewählten evangelischen Landessynode, dem Kirchenparlament der bayerischen Protestanten, tritt traditionell in Bayreuth zusammen. Die neuen Mitglieder waren im Dezember von den rund 13.000 Kirchenvorstehern der 1.530 bayerischen Gemeinden gewählt worden.
Zu den synodalen Aufgaben zählen die Gesetzgebung und Beschlussfassung einschließlich des Haushaltes und die Wahl des Landesbischofs. Im Mittelpunkt der Bayreuther Tagung vom 9. bis zum 13. März stehen die Wahlen zum Präsidium und in die synodalen Ausschüsse. Zudem wird sich die Landessynode mit Gesetzesvorlagen, Anträgen und Eingaben befassen.
Die Landessynode kann über alle Angelegenheiten der Landeskirche beraten und beschließen. Sie ist das verfassungsgebende Organ der Landeskirche. Die Landessynode beschließt beispielsweise den Haushalt, verabschiedet neue Kirchengesetze oder wählt - das nächste Mal 2013 - den Landesbischof.
Die Landessynode tagt jährlich im Frühjahr und im Herbst in wechselnden bayerischen Städten. Zwischen den Tagungen vertritt sie der Landessynodalausschuss. Während die Herbsttagung der Beratung des Haushalts gewidmet ist, verhandeln die Synodalen im Frühjahr jeweils ein Schwerpunktthema.
Von den 108 Mitgliedern der Synode sind 89 gewählt und 13 berufen, dazu kommen drei Vertreter der Hochschulen und drei Jugenddelegierte mit beratender Stimme. Der Begriff »Synode« stammt aus dem Griechischen und bedeutet »gemeinsamer Weg« oder »Versammlung zur Beratung«. In der Zusammensetzung der Landessynode spiegelt sich der evangelische Grundsatz eines »Priestertums aller Gläubigen«: Die Mehrzahl der Synodalen sind Laien.
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