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Parteipolitische Einflussnahme

Kommentar von Helmut Frank

Die neugewählte Synode hat sich noch nicht konstituiert, und schon gibt es Ärger. Anlass ist eine Wahlempfehlung des Evangelischen Arbeitskreises der CSU (EAK) für "konservative Kandidaten".

Schon bei der Wahl 1995 hatte die CSU zur Wahl konservativer Mitglieder aufgerufen. Die CSU beklagte allgemein, dass die "linke Mehrheit in der Synode" nicht der Grundeinstellung der bayerischen Bevölkerungsmehrheit entspreche. Synodalpräsident Dieter Haack hatte damals die "parteipolitische Einflussnahme" energisch zurückgewiesen.

Dass der EAK-Vorsitzende Ingo Friedrich nun seine Ortsverbände mit Namenslisten zu den wahlberechtigten Kirchenvorstehern schickte, stellt eine neue Qualität der Einflussnahme dar. Einige der genannten "konservativen Kandidaten" waren von der Aktion selbst überrascht, ihnen hat CSU-Vorstoß mehr geschadet als genutzt. Sie wären sicher auch ohne die Empfehlung gewählt worden. Diejenigen jedoch, die zu ihrem Vorteil den Brief Friedrichs angeregt und formuliert haben, sollten nun darüber nachdenken, ob sie die Wahl annehmen.

(Nr. 50, 16. Dezember 2001, Seite 9)


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Helmut Frank
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