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Erklärung
der beiden Sprecher des Arbeitskreises "Gemeinde Unterwegs" zu Wahlempfehlungen in Zusammenhang mit der Landessynodalwahl
Die beiden Sprecher des synodalen Arbeitskreises »Gemeinde Unterwegs«, Renate Seitz und Gottfried Schoenauer, haben zu Wahlempfehlungen im Zusammenhang mit der Landessynodalwahl eine Erklärung abgegeben, die wir nachfolgend dokumentieren:
»Vor der Wahl der Mitglieder der neuen Landessynode, die durch die Kirchenvorsteher/innen, Pfarrer/innen und Dekane/Dekaninnen erfolgt, erhielten einige der Wahlberechtigten Briefe, die nicht von den Sprechern des Arbeitskreises "Gemeinde Unterwegs" oder überhaupt nicht unterschrieben waren. Diese Briefe enthielten Wahlempfehlungen für einzelne Personen und das Faltblatt, das der Arbeitskreis "Gemeinde Unterwegs" erstellt hat. Dieses Faltblatt nennt die Namen des Sprechers und der Sprecherin des Arbeitskreises und listet die Namen derer auf, die sich in der vergangenen Periode zu dem Arbeitskreis gehalten haben.
Zu diesen Briefen erklären wir folgendes:
- Keiner dieser Briefe wurde vom Arbeitskreis "Gemeinde Unterwegs" beschlossen oder autorisiert. Im Gegenteil: Wir als Sprecher waren völlig überrascht, als wir auf diese Briefe angesprochen wurden. Wir haben davon nichts gewusst. Diese Feststellung ist uns um so wichtiger, als das beigelegte Faltblatt des Arbeitskreises die Vermutung nahe legt, die Aktion wäre vom Arbeitskreis "Gemeinde Unterwegs" ausgegangen.
- Wir halten es für unangemessen und nicht unserem Arbeitsstil entsprechend, anonyme Briefe zu verschicken. Wenn wir eine Entscheidung fällen oder eine Empfehlung aussprechen, so stehen wir offen und erkennbar für unsere Meinung ein.
- Wir distanzieren uns von der Art und Weise, wie in diesen Briefen die Synode beschrieben wird. Wir sind überzeugt, dass jedes Mitglied der Synode das Beste für unsere Kirche will - die Wege zu diesem Ziel allerdings unterscheiden sich. Diese Spannung müssen wir aushalten.
- Wir halten es bei einer kirchlichen Wahl für unangemessen, dass Personen - ohne vorherbefragt worden zu sein - anonym empfohlen oder nicht empfohlen werden. Um bereits im Vorfeld der Wahl Aussagen in der einen oder anderen Richtung machen zu können, bedarf es eingehender Informationen. Diese sind aber nach unserem Wissen bei einer Reihe von Empfehlungen nicht erfolgt. Von dieser Form der Einschätzung distanzieren wir uns.
- Der Arbeitskreis "Gemeinde Unterwegs" versteht sich weder als Partei noch als Fraktion, sondern als ein Zusammenschluss von Synodalen, die wertkonservativ denken. In der Einzelentscheidung ist jeder Synodale seinem Gewissen und dem abgelegten Gelöbnis verpflichtet. Von daher ist es zu erklären, dass einzelne Mitglieder unseres Arbeitskreises in Bezug auf wahltaktische Überlegungen anders denken und gehandelt haben - als wir es als Sprecher und Sprecherin dieses Arbeitskreises - befürworten.
gez. Gottfried Schoenauer gez. Renate Seitz«
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Landessynode 2002-2008
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