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Ingo Friedrich warb für "konservative Kandidaten"
CSU-Wahlempfehlung sorgt für Ärger
München. Eine Wahlempfehlung des Evangelischen Arbeitskreises der CSU (EAK) zur Wahl der Landessynode hat in verschiedenen Regionen Bayerns Verärgerung ausgelöst. Der Landesvorsitzende des EAK und Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Ingo Friedrich, sagte gegenüber epd, ein entsprechendes Schreiben sei am 30. November unter seinem Namen an die bayerischen CSU-Ortsverbände gegangen. Er habe mit dem Empfehlungsschreiben einer Bitte mehrerer Synodaler entsprochen, die auch den Text formuliert hätten. In dem Schreiben wurden Friedrich zufolge die CSU-Ortsvorsitzenden gebeten, bei Kirchenvorstehern gezielt für bestimmte Kandidaten zu werben, die der CSU nahe stehen.
Mit der Empfehlung war auch eine konkrete Namensliste verbunden. "Ich bin über einzelne Formulierungen unglücklich, auch wenn die Grundtendenz des Schreibens mit mir abgestimmt war", sagte Friedrich. Er hätte sich eine größere Zurückhaltung gewünscht. Den Kritikern der Aktion müsse freilich entgegengehalten werden, dass vor einer solchen Wahl niemandem verwehrt werden könne, konkrete Empfehlungen auszusprechen. Der EAK Bayern werde sich in seiner nächsten Vorstandssitzung am 15. Dezember mit der umstrittenen Wahlempfehlung nochmals befassen.
In die neue evangelische Landessynode, das Kirchenparlament der 2,7 Millionen Protestanten in Bayern, ziehen mehr Frauen ein. Die rund 13.000 bayerischen Kirchenvorsteher wählten vergangenen Sonntag 37 Frauen und 52 Männer in die neue Landessynode, die am 10. März 2002 zum ersten Mal in Bayreuth zusammentritt. Bisher saßen nur 34 Frauen in dem Kirchenparlament, das als kirchenleitendes Organ den Kurs der bayerischen Landeskirche wesentlich mitbestimmt. Die jüngste Synodale ist die Betriebswirtin Cornelia Kaiser (26) aus Nürnberg. Der älteste Synodale ist der Schmied Bruno Viertlmeister (67) aus Maxhütte-Haidhof. (epd)
(Nr. 50, 16. Dezember 2001, Seite 9)
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Landessynode 2002-2008
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