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Dieser Artikel: Ausgabe 09/2011 vom 27.02.2011
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Welche Hilfen benötigen pflegende Angehörige?

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Pflegende Angehörige sind enormen Belastungen ausgesetzt. Pflegezeiten anerkennen, Rentenansprüche, Urlaubsvertretung - was hilft den Pflegenden?

Inga Nolte-Mayer
Foto: nelu

»Leistung anerkennen«

»Ganz entscheidend ist, dass die Pflegezeiten anerkannt werden. Bei Kindern ist das schon jetzt selbstverständlich, und das muss es auch bei zu pflegenden Angehörigen werden. Die Pflege ist finanziell, zeitlich und emotional ein großer Aufwand. Das müssten Vorgesetzte durch viel mehr Flexibilität bei der Arbeitsorganisation und die Kostenträger durch die schnelle Bearbeitung von Anträgen honorieren.«

Inga Nolte-Mayer (23), Lehramtsanwärterin, Augsburg

Lina Pühl
Foto: sbl

»Beratung und Kuren«

»Am wichtigsten ist es, eine Anlaufstelle für spezielle Fragen und Probleme zu haben und am besten auch eine Selbsthilfegruppe. Das habe ich gemerkt, als ich meinen Vater jahrelang gepflegt habe. Auch finanzielle Hilfen muss es geben, die dann auf den Einzelfall abgestimmt werden. Gut fände ich auch Kuren, wo der Pflegebedürftige betreut wird und man mal Zeit für sich hat. Denn das ist zu Hause kaum möglich.«

Lina Pühl (53), Industriemeisterin, Lehen

Thomas Meyer
Foto: privat

»Über Angst sprechen können«

»Besondere Hilfe brauchen ältere Menschen, die ihren Partner pflegen. Den Dschungel gesetzlicher Regelungen verstehen, Arztbesuche koordinieren, Therapien abwägen - wenn da jemand hilft, an die richtigen Informationen zu kommen, das wäre gut. Sicher auch wichtig ist, dass Pflegende mit jemandem über ihre Überforderung und über die Angst, den geliebten Menschen zu verlieren, sprechen können.«

Thomas Meyer (49), Arbeitssuchender, Isen

Gerlinde Gamisch
Foto: fwa

»Entlastung schaffen«

»Man muss die pflegenden Angehörigen beizeiten entlasten, solange sie gesund sind. Es muss Geld geben, damit sie sich Hilfe suchen können: niederschwellige Entlastungsangebote wie zum Beispiel die wöchentliche Betreuungsgruppe oder die stundenweise Betreuung zuhause. Die Pflegestufe Null gewährt dafür 100 bis 200 Euro monatlich - aber der Bedarf der Angehörigen wäre noch viel höher.«

Gerlinde Gamisch (49), Krankenschwester, Unterschwaningen

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abgerufen 22.05.2013 - 15:50 Uhr

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