Home
Diese Woche - die aktuelle Ausgabe
Themen
E-Paper: Sonntagsblatt digital
Jetzt im Sonntagsblatt-Shop bestellen!
Archiv
Die Redaktion
Abo-Service
Das Sonntagsblatt-Blog
Anzeigen-Service
Leserreisen
Zeitvertreib
Leserbriefe
Impressum



    
Heute: 08.02.2012
Aktuelle Ausgabe: 06 vom 05.02.2012
Artikel mit anderen teilen!
Dieser Artikel: Ausgabe 34/2010 vom 22.08.2010
Alle Artikel der » Ausgabe 34/2010 im Archiv aufrufen.
  Druckversion


Herausragende Zahl

Sonntagsblatt-Serie: Das Beste aus der Bibel


Die »Drei von der Tankstelle« haben »drei Wünsche frei« und sagen: »Aller guten Dinge sind drei.« Das meint auch die Bibel, in der die Drei eine herausragende Rolle unter den Zahlen spielt.

Ilya Yefimovich Repin, Hiob und seine Freunde (1869), Russisches Staatsmuseum St. Petersburg.
Foto: sob
   Ilya Yefimovich Repin, Hiob und seine Freunde (1869), Russisches Staatsmuseum St. Petersburg.

        

Die drei Söhne Noahs - 1 Mose 5, 32-9, 29

Die Anfangsphase der Menschheit verlief reichlich holperig. Kain, der Sohn der Stammeltern Adam und Eva, erschlug aus Neid seinen Bruder Abel; in der Folgezeit wurden die Menschen so böse, dass Gott die Menschen und Tiere vernichten wollte. Bis auf den gottesfürchtigen, untadeligen Noah und seine Familie. Er durfte von jeder Tiergattung ein Paar auf sein Rettungsschiff, die Arche, mitnehmen. Nach der Sintflut werden die drei Söhne Noahs die Stammväter der neuen Menschheit: Sem, der älteste: von ihm stammen die Semiten ab, auch Abraham; der mittlere Sohn Ham; weil er seinen Vater nackt gesehen hatte, sollen seine Nachkommen (Hamiten) denen seiner Brüder als Knechte dienen; und schließlich Jafet, der Jüngste. ( 1 Mose 5, 32-9, 29)

Zitat: »Das sind die drei Söhne Noahs; von ihnen kommen her alle Menschen auf Erden.«

 

Drei Träume für Josef - 1 Mose 40, 10-23

In dieser Geschichte wimmelt es nur so von Dreien: Drei Männer sitzen im Gefängnis des ägyptischen Pharao. Der oberste Mundschenk und der Bäcker erzählen Josef ihre Träume. Einer handelt von einem Weinstock mit drei Reben. Der andere von drei Körben voller Backwerk. Drei Tage später, an des Pharaos Geburtstag, tritt ein, was Josef vorhergesagt hatte: Der Mundschenk kommt frei, der Bäcker wird gehenkt. ( 1 Mose 40, 10-23)

Zitat: »Das ist seine Deutung: Drei Körbe sind drei Tage...«

 

Drei Freunde wollen Hiob trösten - Hiob 2, 11ff.

Trotz seiner vorbildlichen Frömmigkeit und Lebensführung musste der Landwirt Hiob größte Schicksalsschläge erleiden. Die Freunde erfuhren von seinem Unglück, drei von ihnen machten sich auf den Weg, um ihn zu besuchen und zu trösten: Elifas von Teman, Bildad von Schuach und Zofar von Naama. Deren Anwesenheit mag Hiob geholfen haben; ihre Ratschläge jedoch halfen Hiob nicht. Am Ende trat er direkt mit Gott ins Zwiegespräch. ( Hiob 2, 11ff.)

Zitat: »Als aber die drei Freunde Hiobs all das Unglück hörten, das über ihn gekommen war, kamen sie, ein jeder aus seinem Ort.«

 

Dreimal leugnet Petrus - Matthäus 26, 34.69-75

Da hatte Petrus sich mal wieder überschätzt. Treue und absolute Loyalität hatte er Jesus versprochen: »Und wenn ich mit dir sterben müsste, will ich dich nicht verleugnen.« Doch als es dann drauf ankam, als Jesus alleine im Gefängnis saß, da siegte bei Petrus doch die Feigheit. »Ich weiß nicht, was du sagst«, antwortete er einer Magd, die ihn als Jesus-Jünger erkannte. Zweimal wiederholte sich diese Szene, am Ende fluchte Petrus sogar. Dann krähte der Hahn. Genauso, wie Jesus es prophezeit hatte. ( Matthäus 26, 34.69-75,  Matthäus 26,69-75)

Zitat: »Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.«

 

Die Drei verbindet Jonas mit Jesus - Matthäus 12, 40

Auch dass Jesus nach seinem Kreuzestod den Überlieferungen zufolge nicht zwei oder vier, sondern drei Tage im Reich des Todes war, liegt in der besonderen mythischen Bedeutung der Drei begründet. Drei Tage lang war Jona im Bauch eines großen Fisches, bis er wieder an Land durfte, um seinen göttlichen Auftrag zu erfüllen. Drei Tage war Jesus bei den Toten, bis er wieder lebendig wurde und die Welt erkannte, dass er tatsächlich Gottes Sohn ist. Bei Hosea gibt es in diesem Zusammenhang eine interessante Abweichung. Der Prophet schreibt: Gott »macht uns lebendig nach zwei Tagen, er wird uns am dritten Tage aufrichten, dass wir vor ihm leben werden«. ( Matthäus 12, 40)

Zitat: »Wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.«

 

Glaube, Liebe, Hoffnung - 1 Korinther 13, 13

Wenige Passagen der Bibel sind so sprichwörtlich geworden wie der letzte Satz des »kleinen Hohelieds der Liebe«. Es stammt aus der Feder des Apostels Paulus und ist eigentlich ungeheuerlich für alle Missionare und Prediger, die den Menschen weismachen wollen, der Glaube sei das wichtigste im Leben. Stimmt nicht, sagt Paulus: Letztlich kommt es auf die Liebe an! Liebe ist das Maß aller Dinge - auch des Glaubens. ( 1 Korinther 13, 13)

Zitat: »Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.«

 

Dreifaltigkeit Gottes - Matthäus 28, 19; 2 Korinther 13, 13

Dass Gott aus drei »Personen« besteht, die »wesenseins« sind: Diese Lehre wurde erst im vierten Jahrhundert für rechtgläubig erklärt. In der Bibel findet sich diese »Trinität Gottes« nicht ausdrücklich, wohl aber gibt es Hinweise darauf. Im »Taufbefehl« zum Beispiel, mit dem das Matthäus-Evangelium endet. Da heißt es: »Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.« Ähnlich verwendet der Apostel das dreifache Gottesbild in einer Formel, die bis heute im Gottesdienst gesprochen wird. Auch das sogenannte Trishagion könnte ein Hinweis auf die Dreineinigkeit sein. »Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr...« heißt es in der Offenbarung. Auch diese Formulierung wird in Gottesdiensten verwendet. ( Matthäus 28, 19,  2 Korinther 13, 13)

Zitat: »Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!«

 

BIBLE'S DIGEST

»Das Beste aus der Bibel« - eine Bibelkunde der besonderen Art.

Alle » Folgen der Serie »Das Beste aus der Bibel« finden Sie » hier...

 

  »Das Beste aus der Bibel« - eine Bibelkunde der besonderen Art.

Der Theologe Uwe Birnstein macht sich in der Sonntagsblatt-Serie »Das Beste aus der Bibel« Woche für Woche auf die Suche nach den bewegendsten und außergewöhnlichsten Geschichten der Bibel. »Das meistgedruckte Buch der Welt verstaubt in den Bücherregalen«, klagt er. Der Grund: Die Heilige Schrift ist kein Roman und eignet sich nicht zur raschen Lektüre. Die Perlen, die sie birgt, müssen erst entdeckt werden. »Das Buch der Bücher birgt Geschichten, die es mit jedem Liebesroman und jedem Thriller, mit jedem Krimi und jeder Generationen-Saga mühelos aufnehmen kann.« Das Beste der Bibel - eine Bibelkunde der besonderen Art.

 

DIE DREI

  Schon in altorientalischen Religionen bildeten sich, ausgehend von der Sternenbeobachtung, »heilige« Zahlen heraus. In antiken Religionen und Philosophien verwebt sich die Zahlenmystik mit mathematischen Einsichten. Verwenden biblische Autoren »heilige« Zahlen, setzen sie bei den Lesern Wissen um das Geheimnis der Zahlen voraus.

  Zum Weiterlesen: Franz Carl Endres / Annemarie Schimmel: Das Mysterium der Zahl. Zahlensymbolik im Kulturvergleich, München 2005.

 

»Basiswissen Christentum« - der Glaubenskurs im Sonntagsblatt. Lesen Sie mit, machen Sie mit, diskutieren Sie mit!
 

 

Der Sonntagsblatt-Shop und das Sonntagsblatt-Blog.
 

 

Lesen Sie jede Woche auch das Sonntagsblatt-Titelthema, viele weitere interessante Artikel und Terminhinweise. Auch vor Ort immer gut informiert mit dem Sonntagsblatt: Sechs Regionalausgaben berichten über das, was an Ihrem Wohnort wichtig ist im evangelischen Bayern. Mit Gottesdienst-Anzeiger (München/Oberbayern, Nürnberg, Augsburg).
 

 

Uwe Birnstein

 


Valid HTML 4.01 Transitional

/news/aktuell/2010_34_19_01.htm
abgerufen 08.02.2012 - 12:03 Uhr

© Sonntagsblatt 1998-2012, ImpressumWebmaster
Angebote für Webmaster