Freien Sonntag als Kulturgut bewahren
Kirchliche Verbände: Zahl der Sonntagsarbeiter steigt seit zehn Jahren kontinuierlich
Eine Trendwende beim Sonntagschutz forderten Kirchenverbände anlässlich des internationalen Tags des freien Sonntags, der an diesem Mittwoch gefeiert wurde.
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Wodicka
 Kommunen sollten es mit der Genehmigung verkaufsoffener Sonntage genauer nehmen, meinen die kirchlichen Arbeitnehmerverbände.
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Von 1998 bis 2008 sei die Zahl der Sonntagsarbeiter in Bayern branchenübergreifend von 1,3 auf 1,8 Millionen gestiegen, sagte Philip Büttner vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt. So dürfe es nicht weitergehen, wenn der freie Sonntag als Kulturgut bewahrt werden soll, erklärte Büttner laut einer Pressemitteilung der bayerischen Allianz für den freien Sonntag.
Charles Borg-Manché, Präses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, appellierte an die bayerischen Kommunen, bei den Genehmigungsverfahren für verkaufsoffene Sonntage in diesem Jahr sorgfältig zu sein. »Die Praxis, auf Wunsch des Einzelhandels künstlich Anlässe für verkaufsoffene Sonntage zu schaffen, ist nicht mehr tolerabel.« Auch in Bayern dürfe es keine verfassungswidrigen Verkaufssonntage geben.
Die Allianz nahm noch einmal Bezug auf ein entsprechendes Bundesverfassungsgerichtsurteil vom Dezember letzten Jahres zu Sonntagsöffnungen in Berlin. Es habe »die Staatsgarantie freier Sonn- und Feiertage erheblich gestärkt«, so Hubert Thiermeyer von ver.di Bayern. Verkaufsoffene Sonntage seien danach nur noch durch ein gewichtiges öffentliches Interesse zu rechtfertigen »und nicht durch bloße Profitinteressen oder ein 'Shopping-Interesse' von Kunden«.
Die bayerische Allianz für den freien Sonntag wurde 2006 gegründet und ist mittlerweile nach eigenen Angaben in fast 40 Städten und Regionen Bayerns aktiv.
Weitere Informationen unter www.sonntagsallianz-bayern.de
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