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Dieser Artikel: Ausgabe 10/2010 vom 07.03.2010
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Kontinuität nach Rücktritt

EKD: Nikolaus Schneider folgt auf Margot Käßmann


Nach dem Rücktritt von Margot Käßmann steht künftig der rheinische Präses Nikolaus Schneider (62) an der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Nikolaus Schneider
Foto: epd-bild
   Nikolaus Schneider

Der bisherige Stellvertreter Käßmanns solle bis zur nächsten Synodentagung im November als amtierender EKD-Ratsvorsitzender fungieren, beschloss der Rat auf einer Sitzung in Tutzing am letzten Wochenende. Führende Ratsmitglieder äußerten zudem bereits den Wunsch, Schneider möge das Amt über den Herbst hinaus wahrnehmen.

Schneider fülle sein Amt an der Spitze der Rates »mit Klarheit und Tatkraft« aus, sagte die Präses der EKD-Synode, die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt. Mit seiner »hohen sozialethischen Kompetenz« werde er die unverwechselbare Stimme der evangelischen Kirche in die Gesellschaft bringen. Der EKD gehören rund 25 Millionen evangelische Christen an.

Die evangelische Kirche setzt Schneider zufolge nach dem Rücktritt Käßmanns auf Kontinuität. Er wolle die Arbeit seiner Vorgänger Wolfgang Huber und Margot Käßmann »zielstrebig fortsetzen« und sie zugleich mit »eigenen Akzenten versehen«, sagte Schneider. Als seine wichtigsten Arbeitsfelder nannte er eine an christlichen Grundsätzen orientierte Friedenspolitik, die kraftvolle Weiterentwicklung des kirchlichen Reformprozesses und soziales Engagement, das ihm besonders am Herzen liege.

Schneider für sechs Jahre?

Göring-Eckardt sagte, sie würde sich über eine Zusammenarbeit mit Schneider, der hohes Vertrauen in der Synode genieße, über den Herbst hinaus »persönlich sehr freuen«. Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich, ebenfalls EKD-Ratsmitglied, sagte vor Journalisten, dass drei unterschiedliche Ratsvorsitzende für ein einziges Jahr zu viel sein könnten. Schneider zeigte sich auf Nachfragen offen für eine Wahl durch die Synode im November, obwohl er selbst eine andere Lebensplanung gehabt habe.

Übereinstimmend betonten Friedrich und Synoden-Präses Göring-Eckardt, dass Margot Käßmann mit ihrem »starken Rücktritt« der Kirche einen großen Dienst erwiesen habe.

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epd

 


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abgerufen 07.02.2012 - 10:10 Uhr

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