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Heute: 03.09.2010
Aktuelle Ausgabe: 35 vom 29.08.2010
Dieser Artikel: Ausgabe 09/2010 vom 28.07.2010
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Christenverfolgung weltweit: Was können wir dagegen tun?

Sonntagsblatt-Umfrage


Zum bundesweiten »Tag für bedrängte Christen« am 28. Februar, dem Sonntag Reminiszere.

Thomas Prieto Peral
Foto: LKA

»Vergesst uns nicht!«

»Bei Reisen in den Irak haben mir Christen oft gesagt: Vergesst uns nicht! Die bayerische Landeskirche gibt mit Projekten konkrete Unterstützung für verfolgte Christen im Irak und anderen Ländern. Dabei hilft am meisten, was allen dient. Eine von uns geförderte Bäckerei in einem christlichen Dorf im Nordirak versorgt z.B. auch die muslimischen Nachbarn - und leistet so einen kleinen Beitrag zum Frieden vor Ort.«

Thomas Prieto Peral (43), Referent im Ökumenereferat, München

Johannes Fenn
Foto: fwa

»Haltung der Vergebung«

»'Herr, vergib ihnen', sagte Susanne Geseke, Witwe des 2007 in der Osttürkei ermordeten Tilmann Geseke. Weil er christliche Schriften verbreitete, war Geseke von islamischen Fanatikern gefoltert und getötet worden. Für mich wünsche ich mir, dass ich eine Haltung der Vergebung einnehmen und beten kann, dass die Bundesregierung in den außenpolitischen Fragen der Christenverfolgung weise Entscheidungen trifft.«

Johannes Fenn (56), Fotograf, Arnstein

Inga Hoffmann
Foto: nelu

»Öffentlich nennen«

»Es ist schlimm, wenn Menschen wegen ihrer Überzeugung verfolgt werden. Als Einzelne kann ich wenig tun, kann mich in meinem persönlichen Umfeld für mehr Toleranz gegenüber Andersdenkenden einsetzen. Die Bundesregierung könnte es ähnlich machen und sich in den internationalen Gremien für mehr Toleranz einsetzen und derartige Verletzungen öffentlich beim Namen nennen. Damit würde ein Signal gesetzt.«

Inga Hoffmann (26), Dipl.-Ing., Augsburg

Michael Heeg
Foto: Blaß

»Über Netzwerke helfen«

»Als ich 2008 über einen Freund aus Delhi mitbekommen habe, wie massiv Christen im indischen Bundesstaat Orissa verfolgt wurden, habe ich seine Arbeit mit den Flüchtlingen über einen Verein unterstützt. Das Wichtigste ist, dass wir die Leute vor Ort nicht hängen lassen, sondern ihnen über Netzwerke ideell und finanziell helfen. Außerdem sollte die Bundesregierung auf diplomatischem Weg für Religionsfreiheit eintreten.«

Michael Heeg (49), Pfarrer, Bayreuth

VERFOLGTE CHRISTEN

Irak: Christen sind nirgends mehr sicher. Chaldäisch-katholischer Erzbischof: In Mossul herrscht »blanke Panik«. » lesen!

Solidarität mit bedrängten Geschwistern. Zum bundesweiten »Tag der verfolgten Christen« am 28. Februar. Von Hermann Gröhe. » lesen!

Christenverfolgung weltweit: Was können wir dagegen tun? Sonntagsblatt-Umfrage » lesen!

 

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abgerufen 03.09.2010 - 03:35 Uhr

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