Flexibel in die Rente
Evangelische Kirche stellt starre Altersgrenzen in Frage
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rüttelt an den starren Altersgrenzen, die bisher das Ende der beruflichen Laufbahn bestimmen.
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Wodicka
 Das Ende der Berufszeit muss nicht starr sein, meint die evangelische Kirche.
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An deren Stelle sollte ein gleitender Ausstieg aus dem Beruf treten, empfiehlt die EKD in einem jetzt veröffentlichten Text. Darin spricht sich die Kirche dafür aus, dass ältere Arbeitnehmer selbst über das monatliche oder jährliche Arbeitsvolumen und die ihnen entsprechende Mischung aus Arbeit, Bildung, Familien- und Freizeit sowie Ehrenamt entscheiden.
Bei der Vorstellung der Orientierungshilfe »Im Alter neu werden können« sagte die Ratsvorsitzende der EKD, Bischöfin Margot Käßmann, die Würde des Alters müsse verteidigt werden in einer Gesellschaft, in der etwas gelte, wer jung sei. Altersgrenzen, die Menschen ab einem bestimmten Lebensalter pauschal die Mitwirkungschancen entziehen, seien den vielfältigen Lebensformen des Alters nicht mehr angemessen.
»Warum dürfen mancherorts Ältere nicht in politische Gremien oder den Kirchenvorstand gewählt werden?«, fragte Käßmann. Sie fügte hinzu, auch die Kirche als Arbeitgeberin müsse zu dieser Flexibilisierung beitragen. »Unsere Gesellschaft braucht die Alten, die das soziale Gewebe halten.«
Die Altersgrenzen müssten unter Beachtung der Kräfte und Gesundheit der Betroffenen nicht nur nach unten, sondern auch nach oben flexibilisiert werden, sagte der Altersforscher Andreas Kruse (Heidelberg). Er leitete die EKD-Kommission, die das Dokument formuliert hat. | RENTENALTER
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