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Dieser Artikel: Ausgabe 48/2009 vom 29.11.2009
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Was ist Ihr schönstes Adventslied?

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Plätzchenduft, die erste brennende Kerze am Adventskranz: In diesem Jahr ist Advent bereits im November.

Manuel Ritter
Foto: sob

»Grund zum Staunen«

»Kann man knapper sagen, was wir im Advent feiern? 'Nun komm, der Heiden Heiland..., dass sich wunder alle Welt, Gott solch Geburt ihm bestellt.' (EG 4). Gottes Sohn kommt in die Welt. Obwohl göttlicher Natur, unterstellt er sich Bedingungen unserer Existenz, wird Menschenkind. Grund zum Staunen und zur Bitte: 'Nun komm'. Und wie ermutigend die Zusage in dunkler Zeit, dass 'der Glaub bleibt immer im Schein'.«

Manuel Ritter (53), Referent für Kirchenmusik im Landeskirchenamt, München

Jörg Fuhr
Foto: pr

»Stille Hoffnung«

»Mein liebstes Adventslied ist 'Das Volk, das noch im Finstern wandelt', im Gesangbuch die Nummer 20. Es ist ein stilles Lied adventlicher Hoffnung und Zuversicht. Das Lied benennt die Dinge, die in der Welt nicht gut sind, und lehnt sich an die Verheißung aus Jesaja 9. Damit reizt es mehr zu Aufmerksamkeit als die Adventslieder, die sich dem kommerziellen Missbrauch schon nicht mehr entziehen können.«

Jörg Fuhr (44), Dekanatskantor, Pegnitz

Irmgard Knesch
Foto: nelu

»Als Organist 'austoben'«

»'Nun komm, der Heiden Heiland' - das ist mein Favorit. Den Text hatte Marin Luther überarbeitet, viele große Komponisten haben den Hymnus bearbeitet. Da kann man sich als Organist so richtig 'austoben'. Viele andere Lieder werden öfter gesungen. Der Urtext ist rund 1600 Jahr alt, die Melodie 800 Jahre, doch beides bleibt aktuell. Das Lied eignet sich auch nicht, um auf Weihnachtsmärkten 'verklingelt' zu werden.«

Irmgard Knesch (67), Organistin, Mering

Michael Haag
Foto: pr

»Umgedrehtes Bild«

»'Es kommt ein Schiff' (EG 8) hat mir bei der Vorbereitung eines »FamilienSingens« einmal ein Aha-Erlebnis gegönnt: Man kann aus den ersten drei Strophen das Bild eines Schiffes mit Segel und Anker zeichnen; wenn man das Bild umdreht, wird aus dem Schiff ein Stall (4. Strophe), aus dem Mast das Marterkreuz (5.) und aus dem Anker ein Zeichen für das Auferstehn (6.). Ob Daniel Sudermann das 1626 auch schon gewusst hat?«

Michael Haag (47), Dekanatskantor in Weißenburg

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abgerufen 08.02.2012 - 22:49 Uhr

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