Bündnis für mehr Zivilcourage
FC Bayern, Dominik-Brunner-Stiftung, Politik und Kirchen starten Kampagne gegen das Wegschauen
Weniger Gewalt durch mehr Zivilcourage: Das ist das Ziel eines neuen Bündnisses von Kirchen, Politik und Fußball.
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Petersen
 Von links: Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer, Weihbischof Engelbert Siebler, Innenminister Joachim Herrmann, der scheidende FC-Bayern-Manager Uli Hoeneß, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und OB Christian Ude.
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Neben dem Gesicht von FC-Bayern-Star Mark van Bommel steht: »Ein Mann der Tat ist gut. Elf sind besser.« Mit Motiven wie diesem wirbt das neue Bündnis »Münchner Courage« seit Montag auf 850 Plakatwänden für mehr Zivilcourage. Bündnispartner sind der FC Bayern, die Dominik-Brunner-Stiftung, die Stadt München und ihr Polizeipräsidium, das bayerische Innenministerium sowie die evangelische und die katholische Kirche.
Das Bündnis versteht sich als Reaktion auf den Mord an dem 50-jährigen Geschäftsmann Dominik Brunner, der am 12. September am S-Bahnhof Solln von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde. München sei zwar eine der sichersten Großstädte Europas, dennoch dürften auch hier Bürger »nicht wegschauen, wenn jemand Hilfe braucht«, sagte Innenminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung der Initiative. Der Münchner OB Christian Ude betonte, dass nicht Heldenmut gefordert sei, sondern Aufmerksamkeit: »Hinschauen, Beweise sichern, andere Fahrgäste mobilisieren.«
Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler nannte Zivilcourage eine »Herzenssache«, die innere Stärke erfordere. Den Grund dafür lege die Werteerziehung im Religionsunterricht, aber auch die kirchliche Jugendsozialarbeit an Schulen. Der katholische Weihbischof Engelbert Siebler ergänzte, München brauche couragierte Büger, »die ihre Mitmenschen achten und schätzen.«
Die nächste Aktion des Bündnisses ist ein Weihnachtsmarkt zum Thema »Prävention« am 1. Dezember um 16.30 Uhr beim Münchner Polizeipräsidium. |
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