Von der Wahrscheinlichkeit, dass es Gott gibt
Atheistische Bus-Kampagne, begleitet vom »Gott-kennenlernen-Bus«, unterwegs in Bayern
Drei Wochen tourte ein sogenannter »Atheisten-Bus« durch Deutschland, in der letzten Woche war er nun auch in Bayern unterwegs, unter anderem im Oberland und in Schwaben, und warb für sein Anliegen.
 Foto:
Zoepf
 Der »Atheisten-Bus«, unterwegs auch in Augsburg.
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Es war in jenem merkwürdigen Satz verpackt, der, wie manche Kritiker schmunzelnd vermerkten, fast schon eine missionarische Kraft entfaltet: »Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott.« Also unter gewissen Umständen doch? Mindestens ein Nachdenksatz, den sich ein Mathematiker oder ein Naturwissenschaftler ausgedacht haben musste, der ein Forscherleben lang Gottesbeweise zu falsifizieren versuchte.
Mit dieser bundesweiten Kampagne tritt der Bund für Geistesfreiheit auf. Versuche, mit dieser Werbung an städtische Busse zu gelangen, wurden juristisch abgeschmettert, was unter Atheisten eine erbitterte Diskussion über Religionsfreiheit auslöste.
Das ist denn auch das bezeichnende Stichwort, unter der die Kampagne läuft: Auch die Nicht-Glaubenden reklamieren für sich eine Art Religionsfreiheit.
So waren sie denn unterwegs in einer Art von missionarischem Eifer, um die Zweifler zu überzeugen. Begleitet wurde der Bus in Bayern meist von einem zweiten, kleinen Bus: dem Gottkennen-Tourbus mit der Aufschrift »Und wenn es ihn doch gibt... Gottkennen.de«.
»Das Fahrzeug der atheistischen Buskampagne bringt die Frage nach Gott in den öffentlichen Dialog. Wir begrüßen das sehr und beantworten diese Frage aus unserer Sicht«, erklärt dazu Ingmar Bartsch, Pressesprecher der Gottkennen-Tour, die von der Evangelisationsinitiative »Campus für Christus« organisiert wurde.
Unterdessen äußerte sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Bischof Huber, positiv über die Gottkennen-Tour. Beim »Runden Tisch« der Koalition für Evangelisation (früher: Lausanner Bewegung für Weltevangelisation) in Berlin sagte er, dass es Campus für Christus gelungen sei, ein Gegensymbol zur atheistischen Buskampagne zu setzen. |
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