Ins Bild gesetzt
Porträt des ersten Kirchenpräsidenten Veit enthüllt
Die Landeskirche erinnert sich zwei ihrer wichtigsten Spitzenrepräsentanten in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts.
 Foto:
Johnen
 Veit, der erste Kirchenpräsident der bayerischen Lutheraner, auf einem Gemälde an der Wand im Landeskirchenamt, und darunter, zwischen Landesbischof Friedrich (links) und Landeskirchenamtschefin Karla Sichelschmidt (rechts) einige Nachfahren Veits: die Enkelin Irmgard Rein mit Ehemann, und Großneffe Friedrich Veit mit Ehefrau.
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Nachdem zum Gedenken an den ersten bayerischen Synodalpräsidenten Wilhelm Freiherr von Pechmann (1859-1948) ein Medienpreis vergeben wird, wurde nun in der Galerie des Landeskirchenamtes ein Porträt von Friedrich Veit (1861-1948), dem ersten Kirchenpräsidenten, aufgenommen. Das Bild hatte dessen Bruder Hans zum 60. Geburtstag von Friedrich Veit (1921) geschaffen.
Ein Würzburger Großneffe des Kirchenpräsidenten stiftete es jetzt der Landeskirche, wo es auf Dauer einen würdevollen Platz gefunden hat. Landesbischof Johannes Friedrich sagte bei der Enthüllung, damit werde ein Stück bayerischer Kirchengeschichte dokumentiert. Mit der Aufnahme in die Galerie der Kirchenpräsidenten soll das kirchenpolitische Wirken von Friedrich Veit gewürdigt werden, der von 1917 als Oberkonsistorialpräsident und ab 1921 als erster Kirchenpräsident in der Zeit der Weimarer Republik bis zum Frühjahr 1933 die Geschicke der Landeskirche leitete.
Die nationalsozialistische Bewegung sah er mit großer Sorge und bewertete sie als hohe Gefahr für Deutschland und die Völker Europas. Als geachteter Mann im deutschen Protestantismus hatte Veit maßgeblichen Anteil an der Gründung des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes, dem Vorläufer der heutigen EKD. Zudem engagierte er sich in der Vorbereitung von Kirchentagen, mit dessen Präsidenten Pechmann er seit seiner Augsburger Schulzeit eng verbunden war.
Veit, der in Erlangen und Leipzig Theologie studierte, trat kurz vor seinem fünfzigsten Amtsjubiläum zurück. Sein Nachfolger wurde Hans Meiser, der mit dem neuen Titel eines Landesbischofs an der Spitze der Landeskirche stand. Als Leiter der Landeskirche sind im Landeskirchenamt bereits die Porträts von Oberkonsistorialpräsident Hermann von Bezzel und der Landesbischöfe Hans Meiser, Hermann Dietzfelbinger, Johannes Hanselmann und Hermann von Loewenich zu sehen. | |
Kirche und Nationalsozialismus
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