»Viel Glück und viel Segen«
In Bamberg wurde jetzt das Jubiläumsjahr der bayerischen Landeskirche eröffnet
Mit einem zentralen Festgottesdienst in Bamberg hat der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich in Bamberg die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen seiner Kirche eröffnet.
 Foto:
epd-bild
 Zum 200-jährigen Bestehen der evangelischen Kirchenverfassung in Bayern hat Landesbischof Johannes Friedrich 36 »Geschenkpakete« an einem Münchner Postamt aufgegeben. Die Pakete sollen im Jubiläumsjahr 2008/2009 durch die 1540 evangelischen Gemeinden in Bayern wandern.
|
Protestanten und auch Katholiken rief Friedrich am Reformationstag in der voll besetzten St. Stephanskirche dazu auf, ihren Glauben an Menschen weiterzugeben, die auf der Suche seien. »Glauben ist eine Hilfe zum Leben«, sagte der Bischof in dem Gottesdienst, der im Bayerischen Fernsehen und Rundfunk live übertragen wurde.
Die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern feiert die Gründung ihrer Selbstverwaltung vor 200 Jahren unter dem Motto »Viel Glück und viel Segen«. Bis Oktober nächsten Jahres sollen dazu mehrere Veranstaltungen und Aktionen in nahezu allen 1540 Gemeinden stattfinden.
Den Grundstein für eine Landeskirche legten die Edikte des bayerischen Königs Max I. Joseph von 1808 und 1809 zu Kirchenverfassung und Religionsfreiheit. Maßgeblichen Einfluss darauf hatte seine evangelische Gattin, Königin Caroline. Mit den Edikten konnte die lutherische Kirche damals ihre vielen Kirchentümer und Einzelgemeinden zu einer Gesamtgemeinde zusammenfassen. Zudem wurde ihr Vermögen durch den Staat gesichert. Heute zählt die evangelische Kirche in Bayern rund 2,6 Millionen Mitglieder und ist damit die drittgrößte der deutsche Landeskirche. |