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Dieser Artikel: Ausgabe 25/2008 vom 22.06.2008
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Kruzifix-Beschluss steht, Diskussion läuft

... sagt die Parteispitze der Grünen zu dem, was der Landesparteitag beschlossen hat


Trotz heftiger Kritik wollen die Grünen in Bayern an ihrem Parteitagsbeschluss vorerst festhalten, alle religiösen Symbole aus Schulzimmern zu verbannen.

Gehört das Kreuz ins Klassenzimmer? Bisher wurde diese Frage nur für Länder wie Berlin oder Bremen gestellt. Die Grünen stellen sie für Bayern.
Foto: Wodicka
   Gehört das Kreuz ins Klassenzimmer? Bisher wurde diese Frage nur für Länder wie Berlin oder Bremen gestellt. Die Grünen stellen sie für Bayern.

Gleichwohl räumte die Parteispitze Fehler im Umgang mit dem Thema ein. Es sei nicht mit der nötigen Sensibilität und Sorgfalt behandelt worden, erklärten die Landesvorsitzenden und die Vorsitzenden der Grünen-Landtagsfraktion in München. Der Beschluss bleibe bestehen, der Diskussionsprozess solle jedoch fortgesetzt werden.

Mit dem Beschluss sei kein generelles Verbot von Kreuzen in Schulzimmern gemeint gewesen, hieß es weiter. Stattdessen sollte damit das persönliche Bekenntnis von Lehrern zu einer Religion vermieden werden, sei es durch das Kopftuch oder das Tragen sonstiger religiöser Kleidung.

Die Vermittlung von Werten an den Schulen und von Wissen über alle Religionen werde von den Grünen unterstützt, erklärten die Vorsitzenden. Sie betonten, dass die Grünen sich für die Gleichbehandlung der Religionen einsetzten.

Die Grünen hatten sich auf ihrem letzten Parteitag dafür ausgesprochen, dass in Schulen auf alle religiösen Symbole wie das christliche Kreuz oder das muslimische Kopftuch verzichtet werden soll. Diesen Beschluss hatten Politiker der CSU und SPD scharf kritisiert.

Die evangelische und die katholische Kirche in Bayern haben die Grünen aufgefordert, den Parteitagsbeschluss gegen religiöse Symbole in Schulen zurückzunehmen. Dieser fördere im Namen einer »falsch verstandenen Gleichbehandlung« ein »Klima der Intoleranz, Unfreiheit und Religionsfeindlichkeit«, erklärten der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich und Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll in München.

ZUM THEMA

Wertevermittlung im Klassenzimmer ohne Kruzifixe? Sonntagsblatt-Umfrage zum Parteitagsbeschluss der Grünen. » lesen!

Was Kreuz und Kopftuch unterscheidet Oder: Man darf nicht alle religiösen Symbole über ein und denselben Kamm scheren. Kommentar von Lutz Taubert. » lesen!

 

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epd

 


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abgerufen 09.02.2012 - 00:32 Uhr

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