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Dieser Artikel: Ausgabe 25/2008 vom 22.06.2008
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Tausende Frauenkirchen

... warten auf Sanierung, sagt die »Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler«


Bei der Sanierung verfallsbedrohter Kirchen ist in Deutschland seit 1990 außerordentlich viel geschehen.

Bundesweit tätig ist die Stiftung »KiBa« der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). (Unser Foto zeigt Stiftungsbüroleiter Martin Ammon, links, und Referent Uwe Koß bei der Präsentation eines Plakats.
Foto: sob
   Bundesweit tätig ist die Stiftung »KiBa« der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). (Unser Foto zeigt Stiftungsbüroleiter Martin Ammon, links, und Referent Uwe Koß bei der Präsentation eines Plakats.

»Bei der Sanierung verfallsbedrohter Kirchen ist in Deutschland seit 1990 außerordentlich viel geschehen.« Das sagte der Geschäftsführer der 1997 von der EKD und den damals 24 evangelischen Landeskirchen gegründeten »Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland« (KiBa), Oberkirchenrat Thomas Begrich, letzte Woche anlässlich der Mitgliederversammlung des Fördervereins der Stiftung vor Journalisten in Wittenberg.

Seit die Stiftung 1999 begann, Gemeinden bei der Sanierung ihrer Gotteshäuser finanziell zu unterstützen, erhielten mehr als 590 Gemeinden über 17,25 Millionen Euro. Für das laufende Jahr sind Förderungen für 67 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Millionen Euro vorgesehen.

Dennoch gebe es in Deutschland »noch viele tausende Frauenkirchen, für deren Erhalt Menschen Feuer fangen«, sagte Begrich. Als positives Beispiel würdigte er die Marienkirche im altmärkischen Salzwedel. Trotz eines Rückstaus in zweistelliger Millionenhöhe habe die nur 1000 Gemeindeglieder zählende Kirchengemeinde beherzt mit der Sanierung begonnen.

»Ich hoffe, noch in meiner Dienstzeit zu erleben, dass dieses Engagement zum Ziel führt«, sagte der 50-jährige Oberkirchenrat. Daraus hört man, dass Sanierungen ihre Zeit dauern.

Sanierungen in Bayern

Von den 21000 evangelischen Kirchenbauten befinden sich Beg­rich zufolge rund 8000 in Ostdeutschland. Doch auch in den westlichen Bundesländern wird die Stiftung KiBa zunehmend aktiv.

In Bayern etwa werden die Sanierung der Schlosskapelle Sankt Philippus und Jakobus in Artelshofen bei Nürnberg und der Sankt-Jakobs-Kirche in Rothenburg ob der Tauber unterstützt, in Niedersachsen sind es die Marktkirche zum Heiligen Geist in Claustal-Zellerfeld und das Gemeindezentrum Göttingen-Weende, und in Baden-Württemberg ist es die Stadtkirche Sigmaringen, deren Restaurierung von der Stiftung KiBa gefördert wird.

Allen Gebäuden gemein ist es, dass sie auch in den kommenden Jahrhunderten Orte sein sollen, »wo das Salz der Erde gesiedet und für den Hausgebrauch abgepackt werden kann«, wie es der ehemalige Leiter des Baureferats der sächsischen Landeskirche, Oberkirchenrat i.R. Ulrich Böhme formulierte.

Und die Chancen, dass sich die Stiftung KiBa auch in den kommenden Jahren mit voller Kraft für alte und gefährdete Kirchenbauten engagieren kann, sind groß. Denn seit die Stiftung 1997 gegründet wurde, hat sich ihr Stiftungskapital von ursprünglich zehn Millionen D-Mark auf heute rund 24 Millionen Euro beinahe verfünffacht.

 

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Benjamin Lassiwe

 


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abgerufen 08.02.2012 - 23:09 Uhr

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