Was tun bei Depressionen?
Vier Schritte aus der Krankheit
Sie haben den Verdacht, unter Depressionen zu leiden? Dann sollten Sie vier Schritte tun:
1. Informieren Sie sich.
Folgende Bücher informieren hervorragend:
Rüdiger Dahlke: Depression. Wege aus der dunklen Nacht der Seele, Goldmann Verlag München 2006.
Ulrich Hegerl u.a.: Depressiv? Zwei Fachleute und ein Betroffener beantworten die 111 wichtigsten Fragen, Kösel Verlag München 2006.
Im Internet bietet das »Kompetenznetz Depression« umfassendes Material auf dem aktuellen Stand der Forschung sowie Kontaktadressen:
Infos: www.kompetenznetz-depression.de
Regionale Bündnisse gegen Depression gibt es in Bayern in Nürnberg, München, Cham, Erlangen, Fürth, Ingolstadt, Regensburg, Würzburg, Dillingen und Memmingen.
Infos unter: www.buendnis-depression.de
2. Ziehen Sie Ihre Nächsten ins Vertrauen.
Ehefrau und Kinder, Kollegen und Chef: Das Versteckspiel mit Hilfe von Ausreden ist anstrengender als Offenheit. Die Energie, die Sie durchs Vertuschen vergeuden, brauchen Sie dringend für Ihre Heilung.
3. Suchen Sie sich professionelle Hilfe.
Besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt Ihren Verdacht oder suchen Sie einen Psychotherapeuten auf. Bis zu 80 Prozent aller Betroffenen kann mit einer Behandlung gut geholfen werden. Je früher sie einsetzt, desto besser. Leichte bis mittelschwere Depressionen lassen sich mit Antidepressiva oder Psychotherapie behandeln, bei schweren sind Medikamente meist unverzichtbar. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer begleitender Behandlungsmethoden.
4. Machen Sie sich mit der Wirkweise von Medikamenten vertraut.
Die Pharmakologie hat Antidepressiva entwickelt, die bei rund 80 Prozent der Behandelten gute Wirksamkeit zeigen. Sie sind verschreibungspflichtig; ihre Einnahme bedarf der Absprache mit einem Arzt. |