Home
Diese Woche - die aktuelle Ausgabe
Themen
E-Paper: Sonntagsblatt digital
Jetzt im Sonntagsblatt-Shop bestellen!
Archiv
Die Redaktion
Abo-Service
Das Sonntagsblatt-Blog
Anzeigen-Service
Leserreisen
Zeitvertreib
Leserbriefe
Impressum



    
Heute: 08.02.2012
Aktuelle Ausgabe: 06 vom 05.02.2012
Artikel mit anderen teilen!
Dieser Artikel: Ausgabe 12/2008 vom 23.03.2008
Alle Artikel der » Ausgabe 12/2008 im Archiv aufrufen.
  Druckversion


ZEITZEICHEN


Warum uns aufgeklärten Christenmenschen fast 2000 Jahre nach Jesu Kreuzestod an diesem Sonntag wieder ein Hase die hart gekochten und gefärbten Eier bringen soll, darüber gibt es ungezählte Spekulationen.

Ob zum Beispiel die Ansicht des mit viel Fantasie als hasenköpfig zu interpretierenden Vollmonds unsere Vorfahren auf die Idee gebracht hat oder ein aus der (Back)Form geratenes Osterlamm, ist bei Volkskundlern umstritten. Manche vermuten gar, dass ein klassischer Stadt-Land-Konflikt vorliegt: Die entfremdeten Stadtkinder hätten bereits vor 200 Jahren nicht mehr gewusst, wer die Eier wirklich legt. Den Osterhasen könne man deshalb als lila Kuh des 18. Jahrhunderts bezeichnen.

Natürlich gibt es seriösere Theorien, auf die wir aber nicht näher eingehen möchten. Wir wollen es uns mit den Hasen nämlich nicht verscherzen, die ihre Eier ja nur im Verborgenen legen können. Wenn wir richtig informiert sind, ist es bisher noch keinem Menschen gelungen, sie dabei zu beobachten.

In Australien zum Beispiel steht die Welt auf dem Kopf. Deshalb wissen wir auch, dass dort entgegen der landläufigen Meinung nicht Hasen die Eier bringen, sondern Kängurus. Die nämlich haben einen Beutel, aus dem das zerbrechliche Gut nicht herausfallen kann. Anscheinend wissen wir wieder mal mehr als die australische Regierung.

Da in der Gegend von Canbarra zu viele Exemplare des Nationalsymbols unterwegs sind, plant sie, die überzähligen Tiere töten zu lassen - auch weil eine Umsiedlung pro Tier den Gegenwert eines Flugtickets rund um die Welt kosten würde. Tierschützer haben sich nun als lebendes Schutzschild vor die bedrohten Tiere gestellt. Auch wenn ihre Aktion unsinnig und nicht erfolgreich sein sollte, danken wir ihnen, dass sie ein Stück Brauchtum verteidigen. Frohe Ostern!

 

Lesen Sie jede Woche auch das Sonntagsblatt-Titelthema, viele weitere interessante Artikel und Terminhinweise. Auch vor Ort immer gut informiert mit dem Sonntagsblatt: Sechs Regionalausgaben berichten über das, was an Ihrem Wohnort wichtig ist im evangelischen Bayern. Mit Gottesdienst-Anzeiger (München/Oberbayern, Nürnberg, Augsburg).
 

 

top

 


Valid HTML 4.01 Transitional

/news/aktuell/2008_12_03_02.htm
abgerufen 08.02.2012 - 23:19 Uhr

© Sonntagsblatt 1998-2012, ImpressumWebmaster
Angebote für Webmaster