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Dieser Artikel: Ausgabe 51/2007 vom 23.12.2007
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ZEITZEICHEN


Sie begleitet uns durchs Leben, selbst Alter schützt nicht vor ihr, auch keine Vernunft - die Neugier. Einst trieb sie uns dazu, das Weihnachtsgeschenk der Eltern bereits vor der Heiligen Nacht aufzustöbern und heimlich zu öffnen. Dass später, unterm Christbaum, echte Überraschung geheuchelt werden musste, war bald als zu hoher Preis erkannt.

Worauf aber sollte man nach dieser traurigen Erkenntnis seine Neugier richten? Auf die Zukunft, na klar! Der traditionell Rückblick-belastete Dezember lädt dazu ein, auch mal nach vorne zu schauen, neugierig zu sein auf das, was uns die nächsten Jahre bringen werden.

Wir haben uns schon mal umgeschaut und sind dabei auf einen Trend gestoßen, der ausnahmsweise nicht aus den USA kommt. In Japan ist vor Kurzem ein Roboter vorgestellt worden, der künftig alten Menschen im Haushalt helfen soll. 111 Kilogramm wiegt »Twendy-One«, ist anderthalb Meter groß und bewegt sich auf Rädern durch die Wohnung. Der »elektronische Butler« kann sprechen und besitzt in jeder Hand 241 Drucksensoren, mit deren Hilfe er Eier in die Pfanne hauen kann. Auch wenn diese Fähigkeit noch keine ausgewogene Ernährung garantiert, sind wir doch beeindruckt.

In Japan leben anscheinend neugierigere Menschen als anderswo. Dort weiß man bereits heute, was das nächste Jahr bringen wird - Roboter im Altenheim. Es ist geplant, kleinere Geschwister von Twendy-One als »Vorturner« in der Pflege einzusetzen. Sie sollen ältere Menschen zur Bewegung animieren, um Pflegekosten einzusparen. Weil körperliche Aktivität Depression entgegenwirkt, vor Alzheimer schützt und selbst im hohen Alter noch die Gehirnleistung verbessen kann. Jetzt wissen wir auch, mit welchen Vorsätzen wir ins neue Jahr rutschen werden - selbst wenn uns kein Roboter dabei hilft.

 

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abgerufen 08.02.2012 - 23:35 Uhr

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