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Dieser Artikel: Ausgabe 17/2007 vom 29.04.2007
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Waren Sie schon in »Second Life«?

Umfrage zur Internet-Plattform »Second Life«


»Second Life« beginnt auch in Deutschland zu boomen. Nachgefragt bei Menschen aus der evangelischen Kirche.

Daniel Wagner
Foto: fwa

»Diakonie im virtuellen Raum«

»Die virtuelle Welt selbst fasziniert weniger, hingegen ist der Kontakt mit fremden Menschen recht vergnüglich. Auf Dauer ziehe ich aber die Kommunikation in der Wirklichkeit vor. Allerdings: Wenn Kirche und Diakonie den Anspruch verwirklichen wollen, dort zu sein, wo die Menschen sind, dann schließt das virtuelle Räume mit ein. Warum also nicht auch ein Angebot von Kirche und Diakonie in Second Life?«

Daniel Wagner (40), Pressesprecher Diakonie Bayern, Erlangen

Manfred Müller
Foto: sob

»Zeitvergeudung«

»Nein, ich habe Second Life noch nicht ausprobiert, mich interessiert das nicht. Ich halte das auch ein bisschen für Zeitverschwendung, sich mit solch einer Fiktion zu beschäftigen. Für manche mag es reizvoll sein, sich eine zweite Identität zuzulegen, mit anderen ein weiteres Leben zu spielen. Aber für mich ist das etwas Ego-Schwäche, wenn ich dafür eine Referenz und Rückmeldung von anderen Spielern brauche.«

Manfred Müller, Pfarrer, (50), Regensburg, baute Internet-Auftritte für das Dekanat auf

Marius Strecker
Foto: sob

»Venezianischer Maskenball«

»Einige Landeskirchen, auch wir, überlegen noch, ob und welches kirchliche Angebot dort sinnvoll ist. Auffällig finde ich, wie schnell man gezwungen ist, zu investieren - entweder Zeit oder Geld. Das Ganze erinnert an einen großen venezianischen Maskenball. Wenn man aber auf Partys geht, und da stehen nur zwei Leute rum, frage ich mich schon: Wo sind all die Massen, von denen immer die Rede ist?«

Marius Strecker, (40), leitet die Arbeitsstelle »Vernetzte Kirche«, München

Johanna Haberer
Foto: sob

»Eine Art 'Dekarnation'«

»Der theologische Witz von Second Life: Es geht um das Gegenteil dessen, was wir von der Menschwerdung Gottes behaupten. Der Mensch bewegt sich dort in zwar sehr amerikanisch-kleinbürgerlichen, aber doch 'göttlichen' Dimensionen. Wer ein neues Leben möchte, kann sein altes aufgeben oder verkaufen. In Jesus hat Gott aber in aller Konkretion ein Leben angenommen, das er nicht verlässt - bis in den Tod.«

Johanna Haberer (50), Professorin für Christliche Publizistik, Erlangen

SECOND LIFE

Das zweite Leben vor dem Tod Eindrücke von einem Streifzug durch die Internet-Welt von »Second Life«: Die virtuelle Internet-Welt »Second Life« scheint grenzenlos. Doch vor allem geht es - um Geld. Weil es »reale« Menschen sind, die hier ein zweites Leben führen, geht es auch um Religion... » lesen!

 

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abgerufen 03.09.2010 - 03:33 Uhr

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