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Dieser Artikel: Ausgabe 14/2007 vom 08.04.2007
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Jesu Leben, Tod und Auferstehung - worin liegt das Heil?

Sonntagsblatt-Umfrage


Der Nürnberger Pfarrer Claus Petersen vertritt eine radikale »Reich-Gottes-Theologie« - und befindet sich damit im »Widerspruch zu Schrift und Bekenntnis«, so der Landeskirchenrat, ein Teil der Leitung der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Nachgefragt zum inner-protestantischen Streit um die rechte Lehre.

Heide Warkentin
Foto: pr

»Ostern ist nicht nur an Ostern«

»Für mich gehören Jesu Leben, Tod und Auferstehung unbedingt zusammen. Ich stelle mir aber immer wieder die Frage, ob der grausige Kreuzestod wirklich nötig war? - Jesu Tod und Auferstehung sind für mich Sinnbilder für das Leben überhaupt: Es besteht aus vielen kleinen Toden und Auferstehungen. Ostern vollzieht sich so gesehen immer wieder für mich in meinem Leben, nicht nur an Ostern.«

Heide Warkentin (36), Verlagsmitarbeiterin, München

Evelin Ostmeyer
Foto: nelu

»Das Leben liegt näher«

»Für mich liegt das Heil eher in seinem Leben und seinen Lehren. Mir zeigt das Evangelium Wege auf, wie wir Menschen uns untereinander verhalten sollen und uns in aller Unvollkommenheit begegnen und dienen können. Das Sterben ist eher das menschliche Ende. Wir Menschen werden dereinst nicht angeprangert, sondern von Gott angenommen. Für mich ist es nur schwer nachvollziehbar, was dereinst sein wird.«

Evelin Ostmeyer (59), Lehrerin, Königsbrunn

Carmen Lau
Foto: pr

»Bibel ernst nehmen«

»Ich wundere mich, dass es sogar Geistliche gibt, die die Kreuzestheologie in Frage stellen. Das Heil liegt ganz klar im Tod und in der Auferstehung Jesu. Die Bibel ist doch voller eindeutiger Stellen wie zum Beispiel im Epheserbrief (1, 7): 'In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut.' Und wenn wir die Bibel nicht mehr ernst nehmen, dann brauchen wir doch auch die ganze Kirche nicht mehr.«

Carmen Lau (32), Journalistin, Nürnberg

Heidi Sprügel
Foto: sob

»Der Blick«

»Mir fällt dazu die Liedzeile ein: 'Oculi nostri - unsere Augen sehn stets auf den Herren' (EG 699). Dieses Taizélied singt unser Chor am Karfreitag. Meine Augen treffen auf seine. Es ist dieser Blick zum Gekreuzigten und Auferstandenen, der heilt, segnet, zum Leben trägt. Karfreitag und Ostern sind nicht als Entweder-Oder zu verstehen. Wie aus der Nacht der Tag wird, grünt aus dem Kreuz neues Leben.«

Heidi Sprügel (41), Diplom-Biologin und Kirchenmusikerin, Alexandersbad

»REICH GOTTES - JETZT«

Schon jetzt oder noch nicht? Warum es gut ist, dass nun öffentlich über die »Reich-Gottes-Frage« gestritten wird. Von Klaus Simon. » lesen!

Theologischer Streit um den »Himmel auf Erden«. Landeskirchenrat sieht die ökumenische Initiative »Reich Gottes - jetzt« im Widerspruch zur rechten Lehre. Von Lutz Taubert. » lesen!

Jesu Leben, Tod und Auferstehung - worin liegt das Heil? Sonntagsblatt-Umfrage zum Konflikt um den Nürnberger Pfarrer Claus Petersen. » lesen!

 

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abgerufen 08.02.2012 - 23:37 Uhr

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