Meiserstraße soll bleiben
Bischof wirbt für Beibehaltung des Namens in München
Meldungen von der Tagung der Landessynode in Ansbach
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Sauerbeck
 Landessynode in Ansbach
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Landesbischof Johannes Friedrich hat sich für die Beibehaltung der Meiser-Straße in München ausgesprochen. Die massiven antijüdischen Äußerungen des ersten bayerischen Landesbischofs Hans Meiser (1881- 1956) seien zwar »außerordentlich kritisch« zu sehen, sagte er bei einer Pressekonferenz am Rande der Synode.
Die Änderung des Straßennamens sei jedoch »nicht die richtige Form der Vergangenheitsbewältigung«. Bei der Bewertung der Rolle Meisers müsse auch gesehen werden, dass Meiser, wegen seines Eintretens für die Unabhängigkeit der Kirche von den Nazis in seinem Münchner Dienstsitz für drei Wochen unter Hausarrest gehalten wurde. Die darauf folgende große Solidaritäts-Bekundung fränkischer Bauern sei gleichsam eine »Demonstration gegen Hitler« gewesen.
Eine Tafel vor dem Gebäude solle das gesamte Wirken Meisers dokumentieren, kündigte der Bischof an. (as)
Freudlose Stimmung in der Pfarrerschaft
Die bayerischen Pfarrerinnen und Pfarrer leiden unter zu hohem Erwartungsdruck. Es gebe ein weit verbreitetes Gefühl der Überlastung, stellte Bischof Johannes Friedrich fest. Auf allen kirchlichen Ebenen müsse über eine strukturelle Entlastung nachgedacht werden. »Die Anforderungen an den Pfarrerberuf waren noch nie so hoch«, sagte der Bischof.
Vor 50 Jahren hätten Gottesdienste, Geburtstagsbesuche und Amtshandlungen noch genügt. Nunmehr sei die Verwaltung von drei bis vier Kindergärten, einer Sozialstation, die Führung von 30 bis 40 Mitarbeitern dazugekommen. Wenn sich dann noch jemand eine Krabbelgruppe wünsche, sei schnell die Grenze der Leistungskraft erreicht.
Zuvor hatten mehrere Kirchenparlamentarier die gedrückte Stimmung in der Pfarrerschaft beklagt. Die Rede war von »freudloser Stimmung« und dem Gefühl »immer noch mehr draufpacken zu müssen«. (rep) | SYNODE
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