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Dieser Artikel: Ausgabe 12/2007 vom 25.03.2007
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Vielfarbige Kirche - Christus in der Mitte

Was die Zusage des Apostels Paulus aus Römer 8 für die Zukunft der Kirche bedeutet


Bei der Frühjahrstagung der evangelischen Landessynode in Ansbach ging es um Zukunftskonzepte kirchlichen Lebens - so auch im Bericht des Landesbischofs.

Johannes Friedrich
Foto: Sauerbeck
   Johannes Friedrich

Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich ist als EKD-Ratsmitglied und Leitender Lutherischer Bischof derzeit auf allen Ebenen mit kirchlichen Reformbemühungen befasst: EKD-weit mit dem Zehnjahresplan »Kirche der Freiheit«, in Bayern mit dem Zukunftsprogramm »Kirche vor Ort«. Beides Initiativen, die in der Kirche diskutiert und auch kritisiert wurden.

Bischof Friedrich hat diese Programme in seinem Bericht vor der Synode verteidigt. Allzu oft, klagte er, werde einer Kirche das Wort geredet, die angesichts der Gegenwart entweder direkt in die Entkirchlichung trudle, Selbstsäklarisation genannt, oder die bei allem Bemühen als Kirche gesellschaftlich bald nicht mehr bedeutsam sei und sich mit ihrer Rolle als schwindende Minderheit abzufinden habe.

Friedrich verweist auf Paulus. Was der Apostel im achten Kapitel des Römerbriefs entfaltet, gilt auch für die evangelische Kirche des Jahres 2007: Gegenwärtiges Leiden und zuküftige Herrlichkeit stehen in einem engen Zusammenhang. Das wichtigste: »Die Zukunft kommt uns von Gott her entgegen« - ein entlastendes Rechtfertigungswort gegen steigenden Druck, Kirche gestalten zu müssen.

Unter dieser Vorgabe appelliert Friedrich an die Reformbereitschaft der bayerischen Lutheraner: »Wir können uns nicht damit zufrieden geben, immer öfter nur noch eine kleine Schar zu erreichen«. Zentrale Aufgabe sei es, die Mitarbeitenden der Kirche besser zu fördern und zu fordern. Neben der großen Zahl gut ausgebildeter und hoch motivierter Mitarbeiter gebe es auch Fälle, wo Leitungsaufgaben nicht wahrgenommen und notwendige Entscheidungen verzögert oder verhindert würden. »Man kann das nicht wirklich als professionell bezeichnen«, sagte er. Friedrich appellierte an die Mitarbeitenden, sich gegen Kritik nicht einzuigeln: »Wer kann von sich sagen, dass die Qualität seiner Arbeit nicht steigerungsfähig wäre?«

Zur Zukunftsfähigkeit der Kirche zählt Friedrich neue Gemeindeformen. Neben den örtlichen Kirchengemeinden müsse es gleichwertig Profilgemeinden, Passantengemeinden, Mediengemeinden und Anstaltsgemeinden geben. Voraussetzung sei allerdings, dass Christus das Zentrum der Gemeinde bilde und damit die Kirche als Kirche erkennbar bleibe. Dann dürfe die Kirche vielfarbig sein, sagte der Bischof. Dabei müsse deutlich werden, wofür die Kirche stehe, ob das gerade modern sei oder nicht. Friedrich: »Nicht jeder Zeitgeist ist gesegnet.«

  DEN VOLLSTÄNDIGEN BERICHT des Landesbischofs finden Sie » hier (PDF, 142 KB).

SYNODE

 

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Helmut Frank / epd

 


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abgerufen 09.02.2012 - 00:06 Uhr

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