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Dieser Artikel: Ausgabe 02/2007 vom 14.01.2007
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Warum fällt das umweltbewusste Verhalten so schwer?

Sonntagsblatt-Umfrage


Vier Stimmen zur Klima-Allianz von Kirchen und Staat

Erwin Schelbert
Foto: privat

»Geist und Fleisch«

»Wie heißt es bei Paulus? Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. Da sind Christen leider auch nicht anders als die Gesellschaft insgesamt. Umweltbewusstsein ist durchaus vorhanden, aber zum Handeln ists ein weiter Schritt. Die geringe Resonanz etwa auf die kirchliche Aktion »Grüner Gockel« fällt auf. Auch wird in Predigten oder in Gesprächszirkeln der Gemeinden über »Schöpfung bewahren« zu wenig gesprochen.«

Erwin Schelbert (65), Dipl.-Ing. und Schulleiter a.D., München

Julia Stefan
Foto: nelu

»Der alte Trott«

»Ich denke, dass niemand mehr auf das, was er hat, verzichten möchte. Obwohl die Spritpreise so hoch sind, fährt niemand weniger Auto. Einmal lieb geworden, wollen wir diejenigen Dinge, die unser Leben komfortabel machen, natürlich nicht mehr hergeben. Ich denke, es ist eine Sache von Bequemlichkeit und Routine, die uns alternatives, umweltbewussteres Denken ganz einfach versagen. Schade eigentlich.«

Julia Stefan (21), Studentin, Augsburg

Roland Wolkersdorfer
Foto: fwa

»Macht der Gewohnheit«

»Über viele Jahre wurde uns erzählt, der Strom kommt aus der Steckdose. Von den Energieversorgern wurde uns suggeriert, wir bräuchten uns überhaupt keine Gedanken über unsere Energieverbräuche machen. Jetzt, wo die Ressourcen knapper werden und die Auswirkungen der Klimaveränderungen deutlich werden, müssen wir unsere alten Gewohnheiten ändern. Und nichts ändert man so schwer wie alte Gewohnheiten.«

Roland Wolkersdorfer (38), Umweltschutztechniker, Schwabach

Werner Schneider
Foto: wla

»Tun und lassen vereinbaren«

»Sich wenigstens hin und wieder aufzuraffen, etwas ökologisch Sinnvolles zu tun, ist sicher besser als Resignation. Und manchmal haben ökonomische Sparzwänge ja auch ihr Gutes. So kann ich sogar dem mir als Skifahrer fehlenden Schnee etwas abgewinnen: Dafür fällt mir das Laufen leichter. Und mehr Bewegung tut auch gut. An diesem Punkt kann man das »Lassen« und das »Tun« gut vereinbaren.«

Werner Schneider (60), Pfarrer und Umweltbeauftragter, Bayreuth

KLIMA-ALLIANZ

Klimaschutz auf Evangelisch: Kleine Maßnahmen erzielen hohe Wirkung: Pioniergemeinden machen es vor. » lesen!

Gelassen bleiben: Umweltpfarrer: Nach Spardebatte den Klimaschutz wieder auf die kirchliche Tagesordnung setzen. » lesen!

Warum fällt das umweltbewusste Verhalten so schwer?: Vier Stimmen zur Klima-Allianz von Kirchen und Staat. » lesen!

 

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abgerufen 08.02.2012 - 23:21 Uhr

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