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Dieser Artikel: Ausgabe 38/2006 vom 17.09.2006
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Ein Ort zum »Aufbrechen«

Der neue »KulturWertRaum« in München eröffnet mit einer Sammelausstellung


Der neue »KulturWertRaum« in München will christlichen Künstlern eine Anlaufstelle bieten.

Thomas Nowack (l.), Cornelia Patschorke und Siegmar Rehorn im neu eröffneten »KulturWertRaum«.
Foto: Grundhuber
   Thomas Nowack (l.), Cornelia Patschorke und Siegmar Rehorn im neu eröffneten »KulturWertRaum«.

Ein Spitzwegerich, der seine Blätter aus einer Pfütze reckt, ein gelber Streifen, der aus einem Meer von Rot ragt, eine Lichtflut, die in bunten Farbenjubel ausbricht. Alles Bilder, die sich auf je individuelle Art einem Phänomen nähern: Dem »Aufbrechen«.

»Der Titel unserer Ausstellung hat einen Doppelsinn«, erklärt Thomas Nowack. »Zum einen bezeichnet er eine neue Wegstrecke für mich, zum anderen brechen wir alle gemeinsam auf.« Ort dieses Neubeginns ist der »KulturWertRaum«, ein Ladenbüro zwischen Haidhausen und Giesing, das am 15. September mit der Sammelausstellung »Aufbrechen« eingeweiht wird.

Ein Raum für christliche Kunst

Der »KulturWertRaum« soll die erste Anlaufstelle für christliche Künstler in München sein, so wünscht es sich Thomas Nowack, Geschäftsstellenleiter der Gemeinschaft künstlerisch arbeitender Christen (RAD) und Referent beim Verband für christliche Popularmusik. Schon vor zwei Jahren hatte er mit der Suche nach geeigneten Räumen begonnen, im vergangenen Jahr wurde Nowack fündig. Um sein Büro in der Mitte des Ladens rankt sich nun die Galerie, die zukünftig etwa vier Mal jährlich mit Ausstellungen bestückt werden soll. Genügend Raum für kleinere Workshops und Programmangebote ist außerdem vorhanden. Dieses Zusammenspiel aus Kulturdienstleistung und Galerieräumen sei ein Novum, erklärt Nowack stolz. So habe man die Möglichkeit, verschiedene Bereiche christlicher Kunst zu vernetzen und zugleich stärker an die Öffentlichkeit zu treten.

»Die Idee zu einer solchen Einrichtung hatten wir schon lange«, erklärt der Gründervater des Projekts. Damals träumte der Freundeskreis aus Mitgliedern des RAD von einem »KulturWertHaus« mit Theater, Galerie, Ateliers und Kneipe. Nun sind die Dimensionen kleiner, nicht aber die Hoffnungen, die Nowack an die hellen Räume knüpft: »Wir wollen als Christen in den Dialog mit der Gesellschaft treten.«

Kunst, davon ist der engagierte Christ überzeugt, könne andere Fenster zum Glauben öffnen. Eine Erkenntnis, die in der evangelischen Kirche erst langsam reife, obwohl man sich auf eine alte Tradition beziehen könne: »Früher war die Kirche Trendsetter in der Kunst, warum soll das nicht wieder so sein?«

Für Cornelia Patschorke - eine der 17 Beiträger der Ausstellung - ist ihr Schaffen ohnehin mit dem Glauben verbunden: »Meine Bilder sind ein Lobpreis Gottes, sie wollen Freude am Leben und der Schöpfung vermitteln.« Auch RAD-Vorsitzender Siegmar Rehorn zeigt sich angetan von den Möglichkeiten, die sich mit der Galerie eröffnen: »Der RAD funktioniert als Netzwerk, da ist es gut, eine Anlaufstelle zu haben.« Dass ihr Beispiel Schule machen möge, davon träumen alle drei Künstler. Doch bevor man weiterdenkt, muss man »aufbrechen« und deshalb hängt auch Rehorn seinen Beitrag an die Wand. Sein Bild heißt : »Jetzt«.

  KulturWertRaum, Senftlstraße 4, 81541 München, Öffnungszeiten: 15.9. - 14 bis 22 Uhr, 7.10. - 17 bis 21 Uhr. Infos unter Tel. (089) 41074105.

 

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lgh

 


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abgerufen 03.09.2010 - 03:32 Uhr

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