Taubertaler Solidarität
Eine private Stiftung aus Detwang bei Rothenburg fördert Dorfkirchensanierungen
In sieben Jahren hat die Stiftung St. Peter und Paul Detwang (Dekanat Rothenburg o.d. Tauber) fast 90000 Euro ausgeschüttet. Ein guter Teil davon dient der Sanierung kleiner Dorfkirchen.
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Wairer
 Pfarrer Peter Noack darf Jahr für Jahr das Detwanger Stiftungsgeld vergeben.
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Wie der nur 220 Bewohner zählende Weiler im Taubergrund eine so märchenhafte Geldsumme einfach verschenken kann, das erklärt Pfarrer Peter Noack so: Zu Zeiten seines Vorvorgängers Günter Rupprecht lebte im Bürgerheim im Spitalhof von Rothenburg Frau Elise Pfister. Sie vermachte einen großen Geldbetrag der Kirche, so dass auf Initiative von Vorgänger Jürgen Denker im Juni 1998 eine Stiftung mit einem Kapitalsockel von damals 600000 Mark eröffnet werden konnte.
Die Urkunde nennt drei Ziele: die Unterstützung bedürftiger Detwanger, den Erhalt des Bauwerkes St. Peter und Paul sowie die Unterstützung von Dorfkirchen. Immer gegen Jahresende zu entscheidet der fünfköpfige Stiftungsvorstand, welchen Anträgen entsprochen werden kann.
Empfänger von jeweils vierstelligen Eurosummen waren zuletzt: Poppenricht bei Amberg, Michelfeld bei Würzburg, Cadolzhofen im Dekanat Leutershausen sowie Lohr und Oberscheckenbach bei Rothenburg o.d. Tauber. Aus den Jahren davor sind zu nennen: Bockenfeld 2004 für die Orgel, Preuntsfelden 2003 wegen der Orgel, Oberschreckenbach 2001 zwecks Kirchenrenovierung, Erzberg für die Restaurierung von Fresken im Chorraum.
Die mit Abstand höchsten Geldbeträge aber gingen nach Mecklenburg: 29000 Mark für die Neubedachung der Kirche erhielten die Evangelischen in Werle und 30000 Mark die Gemeinde in Blievenstorf. Lebhaft ist Noack in Erinnerung, wie er einmal anrief und einer Mecklenburgerin den Geldsegen aus Mittelfranken mitteilte. Die Frau »war völlig aus dem Häuschen und sagte nur Dinge wie: Ich krieg mich gar nicht mehr ein!«
Regelmäßig kann auch »für die Erhaltung der eigenen Kirche etwas auf die hohe Kante gelegt werden«, so Noack. So erhielt St. Peter und Paul schon neue Stromverteilerkästen und -zuleitungen sowie eine neue Mikrofonanlage. |
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