Mehr als Räume
Kirchen, Gemeindehäuser und Kindergärten sind für die Gemeinden wichtig - was kann erhalten bleiben?
Kirche wird durch ihre Menschen, aber auch durch ihre Gebäude lebendig: durch Gemeindezentren, Kindergärten und durch Gotteshäuser. Aber so wie die Menschen müssen auch die Gebäude gepflegt werden, und das ist teuer. Eine neue Sonntagsblatt-Serie nimmt das Thema »Kirche und Immobilien« unter die Lupe.
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Fechter
 Nicht für die Ewigkeit gebaut: Mesner Siegfried Zultner inspiziert regelmäßig die 1900 Glasfenster der Christuskirche in der Nürnberger Südstadt. Kaputte Fenster werden seit einiger Zeit durch bruchsicheres Glas ersetzt.
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Der Sanierungsbedarf für alle evangelischen Gebäude in Bayern liegt bei geschätzten 200 bis 300 Millionen Euro. Im landeskirchlichen Etat für Bauunterhalt stehen aber jährlich nur 8,3 Millionen zur Verfügung. Zum Vergleich: Allein die vollständige Sanierung der Münchner Lukaskirche würde die Hälfte davon verschlingen.
Abseits der großen protestantischen Dome gibt es aber durchaus Spielraum, um die erdrückende Baulast in den Griff zu bekommen. Professionelles Immobilienmanagement ist gefragt. Dabei müssen sich die Gemeinden unter Umständen von manchen Gebäuden trennen. Es muss ja nicht gleich die Kirche sein.
Im Titelthema der Druckausgabe lesen Sie:
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Fechter
 Ernste Mahnung: Diese Warnung aus der Emmaus-Kirche in der Nürnberger Gartenstadt könnte bald in vielen Kirchen notwendig werden.
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Das Kreuz mit den Kirchen
Immobilienmanagement bei leeren Kassen.
Von Susanne Petersen und Thomas Greif
Kirchen sind Gebetshäuser, Kulturträger, Identifikationsorte und Glaubensheimat. Aber sie kosten auch Geld, und das ist in der bayerischen Landeskirche knapp. Gebraucht wird es nämlich auch für die Gemeindehäuser oder Kindergärten, in denen sich kirchliches Leben überwiegend abspielt. Welche Kirchen kann man noch für Millionenbeträge sanieren? Darf man Gotteshäuser aufgeben oder sogar verkaufen - und an wen? Wie viele Kirchen, welche Räume braucht Kirche überhaupt?
Aktiv verwalten
Interview mit Oberkirchenrat Hartmut Böttcher, der die Abteilung »Gemeinden« im Landeskirchenamt leitet
Die Landeskirche hat weniger Geld für den Bauerhalt zur Verfügung. Um die Ausgaben für Gebäude in den Griff zu bekommen, müssen Gemeinden aktiv mit ihren Immobilien wirtschaften.
Symbolwirkung
Interview mit dem Nürnberger Dekan Michael Bammessel.
In Nürnberg und München ist die Baulast am größten. Jahr für Jahr müssen Sanierungen aufgeschoben und Immobilien verkauft werden.
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