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Dieser Artikel: Ausgabe 13/2006 vom 26.03.2006
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Alltag und Ethik

Der Kinderkanal bringt mit einer Fernsehserie Kindern spielerisch die Zehn Gebote nahe


Am Sonntag startet mit »Unsere Zehn Gebote« auf dem Kinderkanal (KI.KA) eine Spielfilmreihe für Kinder zu den Zehn Geboten. Die evangelische Kirche begleitet das Projekt mit einem umfangreichen Zusatzangebot.

Überraschender Schluss: Wer darf »Amos«, den kleinen Terrier, am Ende behalten - Marie (Lea Eisleb, links) oder Sophie (Miriam Schweiger, rechts)? Szene aus der letzten Folge von »Unsere Zehn Gebote«.
Foto: Kinderfilm
   Überraschender Schluss: Wer darf »Amos«, den kleinen Terrier, am Ende behalten - Marie (Lea Eisleb, links) oder Sophie (Miriam Schweiger, rechts)? Szene aus der letzten Folge von »Unsere Zehn Gebote«.

Der Kinderkanal bringt mit einer Fernsehserie Kindern spielerisch die Zehn Gebote naheAm Sonntag startet mit »Unsere Zehn Gebote« auf dem Kinderkanal (KI.KA) eine Spielfilmreihe für Kinder zu den Zehn Geboten. Die evangelische Kirche begleitet das Projekt mit einem umfangreichen Zusatzangebot.Am Anfang stehen die elfjährige Marie und ihr kleiner weißer Terrier, der auf den prophetischen Namen Amos hört. Beide sind fremd in einer neuen Stadt. In ihrer neuen Schule will Marie möglichst schnell Freunde finden. Dabei ist sie sogar bereit, als Mutprobe und um in die Clique der von allen vergötterten Lilly aufgenommen zu werden, ihren geliebten Hund zu opfern. Als Marie erkennt, welchen Fehler sie begangen hat, ist der kleine Streuner bereits verschwunden. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Nadja begibt sie sich auf die Suche nach ihm.

Mit fünfzehnminütigen Fernsehgeschichten wie dieser holt die KI.KA-Reihe die Themen der Zehn Gebote in die Alltagswelt der Kinder. Produziert hat die Filme die Erfurter Kinderfilm GmbH mit Unterstützung der beiden großen Kirchen.

Kultureller Schatz im Alltag

Immer wieder taucht der kleine weiße Terrier Amos in den zehn Folgen auf und verflicht so die einzelnen Geschichten miteinander. Am Ende geht, wie immer, alles gut aus, und der Hund kommt zurück zu Marie. Doch zuvor stehen im letzten Teil noch Eigentums-Probleme, wie sie im zehnten Gebot angesprochen werden. Amos ist mittlerweile im Tierheim gelandet, und Sophie (11), die im Rollstuhl sitzt, darf sich dort zum Geburtstag einen Hund aussuchen. Ausgerechnet auf Amos fällt ihre Wahl, doch dann meldet sich Marie, dessen eigentliche Besitzerin. Wer darf den Hund nun behalten?

Trotz des Titels der Reihe spielt Religion in den Geschichten vordergründig keine Rolle. Erzählt werden ganz bewusst exemplarische Alltagskonflikte von Kindern, den jeweils thematisierten Geboten kommt man erst beim zweiten Blick auf die Spur: »Die besondere Herausforderung bei der Umsetzung der Serie bestand darin, die Zehn Gebote glaubwürdig in die Alltagswelt der Kinder zu integrieren«, sagt Roland Rosenstock. Rosenstock ist bayerischer Pfarrer, Junior-Professor für Religionspädagogik an der Universität Greifswald, Experte im Bereich »Kinder-Medien-Religion« und hat die Produktion theologisch beraten.

»Man soll darüber stolpern, dass die Gebote Teil des Alltags sind. Sie sind der kulturelle Schatz, auf dem unser Leben basiert«, sagt Produzentin Ingelore König von der Kinderfilm GmbH.

Nach mehreren »starken und mitreißenden Filmen« für Erwachsene zum Thema biete die Reihe nun auch für junge Zuschauer die Gelegenheit, sich »mit diesen grundlegenden Geboten auf unterhaltsame Weise auseinander zu setzen«, so der stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Thüringer Landesbischof Christoph Kähler, bei einer Vorab-Präsentation der Serie in Erfurt. Und auch Bernd Merz, EKD-Rundfunkbeauftragter, freut sich über »Unsere Zehn Gebote«: »Unterhaltung und Wertevermittlung verbinden sich überzeugend.« Die Filme eigneten sich deshalb »ebenso hervorragend für den Gebrauch in Kindergärten und Schulen wie für das Gespräch zwischen Eltern und Kindern«.

Internet-Katechismus

Die EKD unterstützt die Filmreihe deshalb auch mit einem umfangreichen Internetauftritt. Unter www.unsere-zehn-gebote.de kann man sich Filmausschnitte ansehen, finden Kinder Informationen zu den Filmen und den Darstellern, zu den Zehn Geboten, außerdem Luthers Kleinen Katechismus, Online-Spiele, Lieder und ein Bibel-Lexikon - und selbstverständlich auch Hintergrundinformationen zum Hund Amos. Parallel dazu gibt es eine mindestens ebenso umfangreiche »Erwachsenenseite«, die sich aber nicht nur an die Eltern richtet. Unterrichtshilfen von der Grundschule bis zum Konfirmandenunterricht sollen Lehrern und Pfarrern helfen, die Serie didaktisch einzusetzen.

Kinderfragen beantwortet eine Online-Redaktion, der unter anderem die Theologen Friedemann Schuchardt und Roland Rosenstock angehören. Schuchardt war bis 2005 Leiter der kirchlichen Filmgesellschaft Matthias-Film (Stuttgart) und hatte die Idee zu der Zehn-Gebote-Reihe für Kinder.

Die Zehn Gebote werden seit Jahrtausenden durch den Wandel der Zeiten hindurch überliefert. Gut also, dass auch die Serie »Unsere Zehn Gebote« für den kommenden technischen Wandel im Fernsehen gewappnet ist: Lange vor dem Start des hochauflösenden Fernsehens hat man die Serie schon jetzt im Zukunfts-Format HDTV produziert.

UNSERE ZEHN GEBOTE

Sendetermine

  Die Reihe »Unsere zehn Gebote« wird ab 26. März jeweils Sonntag, 10.50 Uhr, auf dem Kinderkanal KI.KA ausgestrahlt. Jeden Sonntag gibt es zwei fünfzehnminütige Folgen zu zwei Geboten:

26.3.: 1. und 2. Gebot
2.4.: 3. und 4. Gebot
9.4.: 5. und 6. Gebot
16.4.: 7. und 8. Gebot
23.4.: 9. und 10. Gebot

Internet-Begleitung

  Internetauftritt zur Serie:  www.unsere-zehn-gebote.de

ms/epd

 


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/news/aktuell/2006_13_21_01.htm
abgerufen 08.02.2012 - 11:48 Uhr

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