Du sollst...
Zehn Gebote in der Erziehung?
Sonntagsblatt-Umfrage zur neuen Serie im Kinderkanal
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»Moderne Sprache«
»Die Zehn Gebote ordnen das Zusammenleben. Deshalb sind sie wichtige Grundlagen der Erziehung. Oft mache ich aber die Erfahrung, dass Kinder und Jugendliche mit den Formulierungen nichts anfangen können. Wer begehrt heute Knecht oder Vieh? Es geht darum, auf Arbeitsplatz oder Erfolg anderer nicht neidisch zu sein. Daher sollte man die Zehn Gebote in eine moderne Sprache übertragen.«
Ulla Riedmann (66), Pfarrfrau,
München
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»Werbung weckt die Gier«
»Entscheidend ist die Vermittlung, dass die Zehn Gebote das Zusammenleben regeln und damit erleichtern. Wie liefe ein Tag ab ohne Regeln? Am schwierigsten zu vermitteln ist sicherlich das zehnte Gebot: Du sollst nicht begehren ... Die Werbung weckt ständig Begehrlichkeiten. Gier macht das Miteinanderleben kaputt. Es entstehen Neid und Streit untereinander. Die Gebote schaffen da einen anderen Blickwinkel.«
Hartmut Babucke (44), Pfarrer, Riedheim
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»Du sollst Spielzeug teilen«
»So weit weg sind die meisten der Zehn Gebote nicht von der Lebenswirklichkeit der Kinder. Wenn es im Kinderzimmer wieder einmal hoch hergeht, weil jeder Anspruch auf »seine« Legosteine erhebt, dann bedeutet das siebte Gebot etwa: Du sollst dein Spielzeug teilen. Oder das fünfte: Du sollst deinen Bruder nicht hauen. Und wie bei allen Regeln lernen Kinder auch hier am besten durch Vorbilder, also durch uns Eltern.«
Sonja Schneider-Rasp (36), Diplom-Biologin, Obernbreit
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»Eine Frage der Vermittlung«
»Ja, gewiss gehören die Gebote in die Erziehung. Die Frage ist nur, wie man sie den Kindern vermittelt. Ich nenne sie ein Geschenk Gottes, sie zeigen uns, wie wir richtig leben können. Wie ein Wegweiser leiten sie uns auf dem rechten Weg und bewahren uns vor Irrwegen. Gott überlässt uns nicht dem Chaos (»Wo Gott nicht ist, ist alles erlaubt.«) Die Gebote zeigen uns auch, wer wir selbst sind, und führen uns zum Glauben an Jesus Christus.«
Heinz Ahnert (74), Schulrat i. R., Neuendettelsau |