Schläge im Namen des Herrn?
Innere Mission sucht ehemalige Heimkinder aus den 50er- bis 70er-Jahren
Die Innere Mission München (IMM) sucht ehemalige Heimkinder, die über Umstände und Erziehungsmethoden aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 70er-Jahre hinein berichten können.
 Foto:
IMM
 Heimalltag um 1948: Ein Foto aus dem Kinderheim Feldkirchen, das zur Inneren Mission gehört.
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Ein Buchautor hatte jüngst schwere Vorwürfe gegen Betreiber kirchlicher Heime erhoben. IM-Geschäftsführer Günther Bauer: »Momentan ist da in der Geschichte ein großer weißer Fleck. Wir wollen herausfinden, ob solche Vorfälle möglicherweise auch in unseren Heimen passiert sind.«
In seinem Mitte Februar erschienenen Buch »Schläge im Namen des Herrn« erhebt der Journalist Peter Wensierski schwere Vorwürfe gegen die Betreiber kirchlicher Kinderheime: In den 50er-, 60er- und 70er-Jahren seien viele Kinder und Jugendliche mit brutalen Erziehungsmethoden systematisch gedemütigt und als billige Arbeitskräfte ausgenutzt worden. Millionen Kinder seien in diesen Jahren schutzlos ihren vermeintlichen Betreuern - Nonnen, Pfarrern und Diakonen - ausgeliefert gewesen.
Bei der Inneren Mission München sind keine Vorfälle dieser Art aus den Heimen in Pasing, Lochhausen (zwischenzeitlich geschlossen) und Feldkirchen bekannt. Die Aufzeichnungen aus dieser Zeit - Jahresberichte der Heimleiter sowie die Personalakten der Kinder - sind aber naturgemäß aus der Sicht der Erwachsenen geschrieben. Gesucht werden deshalb nun Berichte von ehemaligen Heimkindern; ebenso erwünscht sind Bilder aus dieser Zeit.
Kontakt über die Innere Mission München, Telefon (089) 126991-121. Anfragen werden vertraulich behandelt.
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