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Dieser Artikel: Ausgabe 51/2005 vom 18.12.2005
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Hildegard Wessel
Foto: Neumann

»Lieber gezielt vor Ort helfen«

»Gerade vor Weihnachten wird ja an allen Ecken und Enden zu Spenden aufgerufen. Da gebe ich hin und wieder auch ganz spontan etwas, aber nur kleine Beträge. Mir ist lieber, wenn ich mich über das ganze Jahr hinweg zu einzelnen Hilfsprojekten kundig machen kann. Für mich ist dabei entscheidend, dass die Hilfe gezielt vor Ort eingesetzt wird, ohne großen Verwaltungsaufwand. Dafür spende ich dann auch mal etwas mehr.«

Hildegard Wessel (66), Diplomübersetzerin Adelshausen

Martin Deinzer
Foto: sob

»Helfen und lernen«

»Als Studierender und Praktikant habe ich nicht viel Geld übrig. Regelmäßiges Spenden ist da nicht drin. Ich kaufe mir gerne den Straßenkreuzer, ein Sozialmagazin, das von bedürftigen Menschen verkauft wird. Der Verkäufer kann vom Verkaufspreis direkt einen bestimmten Betrag behalten, und ich kann mich über soziale Themen in der Stadt informieren. Da helfe ich und lerne gleichzeitig auch noch etwas.«

Martin Deinzer (22), Diakonenschüler im Praktikum, Kitzingen

Gerlind Antritter
Foto: ea

»Hilfe zur Selbsthilfe«

»Ich habe mir drei Organisationen ausgesucht, für die ich einmal im Jahr einen Geldbetrag spende. Entscheidend ist für mich das Kriterium 'Hilfe zur Selbsthilfe', das bei 'Menschen für Menschen' erfüllt wird. Ich achte darauf, dass vom Betrag möglichst wenig in die Verwaltung geht und das Meiste dem Zweck zugeführt wird. Bei besonderen Ereignissen wie der Tsunami-Katastrophe spende ich auch spontan.«

Gerlind Antritter (61), Lehrerin i.R., München

Inge Holderied
Foto: fwa

»Man kann auch Zeit schenken«

»Nach den großen Naturkatastrophen haben mein Mann und ich zweimal an große Hilfsorganisationen gespendet. Wir geben aber lieber direkt und vor Ort, weil wir nicht wissen, wohin das Geld fließt. In unserer Kleinstadt ist es üblich, im ganzen Jahr zu spenden. Es gibt auch Privatini­tiativen zur Direkthilfe für Bedürftige und Kranke. Ansonsten halte ich die Augen auf und verschenke wenn möglich etwas von meiner Zeit.«

Inge Holderied (58), Selbstständige, Gunzenhausen

 


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/news/aktuell/2005_51_11_02.htm
abgerufen 08.02.2012 - 23:16 Uhr

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