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Dieser Artikel: Ausgabe 16/2005 vom 17.04.2005
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»St. Anna« predigt Synodalen

Frühjahrstagung des »Kirchenparlaments« begann in Augsburger Hauptkirche


Die Augsburger evangelische Hauptkirche St. Anna, voll mit Schätzen aus dem 16. Jahrhundert, die beim Synoden-Eröffnungsgottesdienst von Stadtdekanin Susanne Kasch stolz präsentiert wurden, hielt sozusagen diesmal selbst die »Predigt«.

Vizepräsident Heinrich Götz bei seiner Predigt in St. Anna.
Foto: Zoepf
   Vizepräsident Heinrich Götz bei seiner Predigt in St. Anna.

Das Gotteshaus hat viel erlebt. Davon erzählen Gegenstände der Einrichtung, das berühmte Fugger-Grab, Gemälde, die Luther zeigen, der hier abgestiegen war, aber auch die kostbaren Abendmahlsgeräte, die beim Gottesdienst am Beginn der Augsburger Frühjahrssynode Sonntagabend zum Einsatz kamen.

Stolz hob die Stadtdekanin die blinkenden Schalen und Kelche in die Höhe: Augsburg, ein zentraler Ort des Weltluthertums, hütet nicht nur solche Kostbarkeiten, sondern seit 1530 mit der »Confessio Augustana« auch ein Glaubensvermächtnis.

Dekanin Kasch mit Kostbarkeiten.
Foto: Zoepf
   Dekanin Kasch mit Kostbarkeiten.

An »Erfahrungen aus der Augsburger Kirchengeschichte« mit ihren Höhen und Tiefen knüpfte Synodal-Vizepräsident Heinrich Götz in seiner Predigt an. Die Zukunft hänge nicht an synodalen Verteilungskämpfen, sagte er; entscheidend sei die Gewissheit, »dass Jesus Christus seine Kirche auch in schwieriger Zeit baut und erhält«. Kirche lebe, »wo in synodalen Entscheidungsprozessen bewusst partnerschaftlich, geschwisterlich, demokratisch-verantwortlich für die Schwachen eingestanden wird«, sagte Götz, der in Augsburg Rektor der Diakonissenanstalt ist.

Im 1620 vollendeten Renaissance-Rathaus von Augsburg - ein Werk des evangelischen Stadtbaumeisters Elias Holl - tagt die Landessynode. Synodale Arbeitskreise treffen sich zu ihren nicht öffentlichen Beratungen in den Räumen der Diakonissenanstalt. Das »Diako« feiert heuer 150-jähriges Bestehen. Schon deshalb wurde Augsburg von der Synode ausgewählt.
Foto: Zoepf
   Im 1620 vollendeten Renaissance-Rathaus von Augsburg - ein Werk des evangelischen Stadtbaumeisters Elias Holl - tagt die Landessynode. Synodale Arbeitskreise treffen sich zu ihren nicht öffentlichen Beratungen in den Räumen der Diakonissenanstalt. Das »Diako« feiert heuer 150-jähriges Bestehen. Schon deshalb wurde Augsburg von der Synode ausgewählt.

Launig, beschwingt, aber auch hintergründig ging es beim Stadtempfang für die 108 Landessynodalen in Augsburgs »guter Stube« - dem Goldenen Saal - weiter. Man kann in einem solchen Raum eigentlich nur die Geschichte beschwören: Große Reformations- und Friedenstraditionen haben sich in diesem Saal niedergeschlagen, ein Ort auch, an dem die Geschichte der Ökumene immer wieder um neue Kapitel erweitert wurde.

Oberbürgermeister Paul Wengert griff mit beiden Händen in die Historie, Synodalpräsidentin Heidi Schülke und Landesbischof Johannes Friedrich taten es ihm gleich. Für Heiterkeit sorgte das ortsansässige Dekanekollegium mit der selbstkritischen Vorstellung des Tagungsortes. Bekanntlich wird die Synode Weichen für die Kirchenmusik stellen. Ein Kirchenmusiker-Extrachor übte sich schon mal in herzzerreißendem Vibrato...

Oberbürgermeister Paul Wengert mit Synodalpräsidentin Heidi Schülke.Foto: epd-bild Viel Applaus gab es beim Eröffnungsabend für das Augsburger Dekanekollegium.Foto: Zoepf Foto: Zoepf

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abgerufen 09.02.2012 - 02:10 Uhr

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