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Dieser Artikel: Ausgabe 16/2005 vom 17.04.2005
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Kommt die Urwahl der Synode?


Der Weilheimer Synodale Bernhard Schiefer fordert die Direktwahl des bayerisch-evangelischen »Kirchenparlaments« durch alle wahlberechtigten Protestanten in Bayern.

Für die Urwahl: der Synodale Bernhard Schiefer.
Foto: sob
   Für die Urwahl: der Synodale Bernhard Schiefer.

Der Vorschlag einer Urwahl gärte schon länger unter Synodalen. Nun brachte der Jurist Bernhard Schiefer, Weilheim, einen so genannten Initiativantrag aus der Mitte der Synode ein, (das heißt von mindestens 25 Synodalen unterschrieben), der genau dies vorsieht: die direkte Wahl der Mitglieder der Landessynode durch alle wahlberechtigten Protestanten.

Nach dem geltenden Wahlsystem werden die 89 zu wählenden Synodalen des bayerischen Kirchenparlaments nach dem Repräsentativ-Prinzip von den Kirchenvorständen gewählt. Schiefers Vorschlag, der auch wesentlich von den Synodalen Hermann Ruttmann und Alfred Seifferlein mit initiiert worden ist, sieht nur eine vergleichsweise geringfügige Änderung des Landessynodalwahlgesetzes vor. Danach sollen künftig alle evangelischen Christen in Bayern die Synode wählen dürfen, die auch zur Kirchenvorsteherwahl berechtigt sind. Dazu wiederum ist Voraussetzung das Mindestalter von 14 Jahren und die Zulassung zum Abendmahl.

Schiefer begründet den Antrag mit dem »demokratischen Prinzip« der Kirchenverfassung. Mit einer Stärkung des Wahlrechts hätten die Kirchenmitglieder die Möglichkeit, an der verfassungsmäßig garantierten »Gestaltung des kirchlichen Lebens mitzuwirken«. - Urwahl der Synode gibt es ansonsten nur in der würrtembergischen Landeskirche. Der Antrag wird fürs Erste an den Landeskirchenrat überwiesen und steht dann mutmaßlich im Herbst auf der synodalen Tagesordnung. Die Wahl zur nächsten Synode steht für 2008 an.

SYNODE

 

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Lutz Taubert

 


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abgerufen 08.02.2012 - 23:50 Uhr

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