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Dieser Artikel: Ausgabe 16/2005 vom 17.04.2005
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Der neue Papst: Stellenprofil aus evangelischer Sicht?

Sonntagsblatt-Umfrage


Heidi Schülke
Foto: sob

»Laien ernst nehmen«

»Mir wäre wichtig, dass der neue Papst die geistliche Kompetenz der nicht ordinierten Gemeindeglieder ernst nimmt und ihnen die gültige Gestaltung der Gottesdienste zutraut. Der Zölibat sollte nicht zwingend vorgeschrieben sein. Diejenigen, die mit Familie Priester sein wollen, sollten nicht abgewiesen werden. Das gemeinsame Abendmahl für konfessionsverbindende Ehen muss möglich werden.«

Heidi Schülke (66), Präsidentin der Landessynode der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Gabriele Müller-Rückert
Foto: pr

»Charisma«

»Die Nachfolge von Johannes Paul II. sollte, wie er selbst es hatte, Charisma mitbringen, und der neue Papst sollte einen guten Blick auf die Menschen in ihren Welten haben. Den katholischen nicht-ordinierten Gläubigen wünsche ich eine päpstliche Nachfolge, die ihnen mehr Entfaltung lässt. Der Weg zur Frauenordination sollte stärker in den Blick kommen wie auch die Ökumene insgesamt.«

Gabriele Müller-Rückert (47), Geschäftsführerin des FrauenWerks Stein

Hans-Martin Weiss
Foto: sob

»Kirchenvielfalt«

»Ich wünsche mir einen Papst, der viel Gespür hat für den Reichtum und die Vielfalt der christlichen Kirchen weltweit. Er sollte ein fröhlicher und zuversichtlicher Christ sein, dem es gelingt, auch bei Nichtchristen Wohlwollen für die Kirche Jesu Christi zu wecken. Ich hoffe, es gelingt ihm, den Kirchen und Gemeinden vor Ort viel Vertrauen in deren missionarische Kraft entgegenzubringen.«

Hans-Martin Weiss (47), Regionalbischof, Vorsitzender der AG christlicher Kirchen, Regensburg

Gabriele Burmann
Foto: sob

»Ein mutiger Mann mit Herz für Ökumene«

»Bei der Messe an Palmsonntag 2004 im Markusdom zu Venedig ließ Erzbischof Kardinal Scola abkündigen. Wörtliches Zitat: 'Alle getauften Christen sind zur Kommunion eingeladen.' Einen mutigen Mann, der ein Herz für die Ökumene hat, wünsche ich mir auf dem Stuhl Petri. Er soll die Situation der konfessionsverbindenden Ehepaare ernst nehmen. Beide Partner sollen in beiden Konfessionen eine Heimat haben.«

Gabriele Burmann (52), Dekanin in Neu-Ulm

 


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abgerufen 08.02.2012 - 23:49 Uhr

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