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Dieser Artikel: Ausgabe 14/2005 vom 03.04.2005
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Vorbild Bonhoeffer: Was bedeutet er für Sie?

Sonntagsblatt-Umfrage zum 60. Todestag eines »evangelischen Heiligen«


Bernhard Sokol
Foto: dk

»Kirche sollte unbequemer sein«

»Er verband Glauben und gesellschaftliches Handeln. Sein mutiges Einstehen für eine demokratische, freiheitliche Lebensordnung ist vorbildlich. Natürlich kann man die Situation damals und heute nicht direkt vergleichen. In der Nachfolge Bonhoeffers müsste unsere Kirche, wo es um entscheidende Zukunftsfragen geht, deutlich unbequemer sein, statt nur die politisch korrekten Antworten zu geben.«

Bernhard Sokol (42), Gemeindepfarrer in Augsburg

Stefan Reimers
Foto: pr

»Verantwortung übernehmen«

»Glauben hieß für Bonhoeffer, Verantwortung zu übernehmen. Nicht zu fliehen, sondern der Welt seiner Zeit das Evangelium zu bringen, in Worten und Taten. Dietrich Bonhoeffer hat vorgelebt, dass Christ sein mit Überzeugung unglaubliche Kräfte in sich birgt - diese Kräfte wünsche ich mir für unsere Kirche und eine Welt, in der wir Verantwortung als Christen übernehmen müssen, deutlich und wahrnehmbar.«

Stefan Reimers (38), Pfarrer an der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Germering

Kerstin Wolf
Foto: wl

»Er ist Vorbild«

»Er ist für mich persönlich ein Vorbild. Angesichts der Entwicklungen 60 Jahre nach Kriegsende wünsche ich mir Menschen, die wie er denken und handeln. Mit unseren internationalen Jugendtreffen in Flossenbürg hoffen wir, Geschichte den jungen Menschen näher zu bringen, damit sie aus ihr lernen können. Denn wir haben nach wie vor den Auftrag, 'dem Rad in die Speichen zu fallen!'«

Kerstin Wolf (37), Dekanatsjugendreferentin der Evang. Jugend Bayreuth

Hildegard Blendinger
Foto: fwa

»Beeindruckende Briefe«

»Er ist für mich ein leuchtendes Beispiel für Zivilcourage und Glaubensfestigkeit. Den Tod vor Augen, ist er nicht von seinem Glauben abgewichen. Mich beeindrucken seine Briefe und besonders das Gebet 'Wer bin ich?', ich lese es immer wieder. Aus ihm wird deutlich, wie er um seinen Glauben auch ringen musste und wie sein Vertrauen zu Gott ihm geholfen hat, sein Schicksal zu tragen und zu ertragen.«

Hildegard Blendinger (54), Sekretärin, Gunzenhausen

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Kirche und Nationalsozialismus

Kirche und Nationalsozialismus (Bild: Dietrich Bonhoeffer und »Reichsbischof« Ludwig Müller)

Weitere Beiträge zum Thema »Kirche und Nationalsozialismus« finden Sie » hier.

 

 

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abgerufen 08.02.2012 - 22:55 Uhr

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