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Dieser Artikel: Ausgabe 07/2005 vom 13.02.2005
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Wiederaufbau der Frauenkirche: Hat es sich gelohnt?

Sonntagsblatt-Umfrage


Ludwig Haffner
Foto: pr

»Gelebte Versöhnung«

»Auf alle Fälle. Die Kirche ist ein Wunder. Sie ist und wird ein Haus, in dem nicht nur Gottes-dienste in vielfältiger Form gefeiert werden. Menschen vieler Völker, Rassen und Religionen werden sich um Versöhnung und Frieden bemühen. Ansätze sind bereits gelungen. Konzerte, Ausstellungen, internationale Tagungen und Friedensseminare sind geplant - nach dem Motto: Brücken bauen - Versöhnung leben.«

Ludwig Haffner (72), »Freunde der Dresdner Frauenkirche«, München.

Gudrun Leimgruber
Foto: Wairer

»Die ganze Welt nimmt Anteil«

»Dresdens Zerstörung war verheerend, und es tut gut zu spüren, dass die Welt am Wiederaufbau Anteil nimmt. Auf dem Weg von Berlin machen wir immer Station zum Kaffeetrinken im Cosel-Palais, danach ein Stadtbummel. In die Frauenkirche kommen wir kaum rein, weil soviele Leute anstehen. Ich bin in Dresden geboren und fühle mich jetzt dort genauso, wie wenn ich in Mailand am Dom stehe.«

Gudrun Leimgruber (66), Rentnerin, Möhrendorf

Dagmar Obermeier
Foto: Themessl

Aufbauen anstatt Zerstörung dokumentieren

»Ich war vor acht Jahren in Dresden, als die Innenstadt renoviert wurde. Die Frauenkirche war eine Baustelle. Ich habe jetzt Bilder gesehen und finde, der Aufbau hat sich gelohnt. Die Alternative wäre doch gewesen, die Zerstörung zu dokumentieren! Die Frauenkirche ist etwas Besonderes, genauso wie bei uns in Regensburg der Dom oder die Steinerne Brücke. Die würde ich auch wieder aufbauen.«

Dagmar Obermeier (45), Journalistin, Regensburg.

Gisela Hoffsommer
Foto: pr

»Anfangs sehr gespalten«

»Anfangs war ich in der Frage, ob der Wiederaufbau sinnvoll ist, sehr gespalten. Seit aber mein Sohn in Dresden lebt, konnte ich die Arbeiten verfolgen und auch einige Andachten miterleben. So bin ich zum Ergebnis gekommen, dass es wichtig ist, wenn solche Bauten wiederhergestellt werden. Jetzt sollte für derartige Projekte aber ein Schlusspunkt gesetzt werden - ich denke, dieser Bau sagt genug aus.«

Gisela Hoffsommer (61), Klinikseelsorgerin in Hof.

 


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abgerufen 09.02.2012 - 01:47 Uhr

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