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Dieser Artikel: Ausgabe 30/2004 vom 25.07.2004
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Leitplanken für die Medienarbeit

Bayerische Landeskirche gibt »publizistische Grundlinien« vor


Die bundesdeutsche Gesellschaft hat sich längst zu einer Informationsgesellschaft entwickelt. Weit über acht Stunden nutzt derzeit jeder Deutsche ab 14 Jahren täglich die unterschiedlichsten Medien, zweieinhalb Stunden mehr als vor 20 Jahren. Folgerichtig hat der Landeskirchenrat auf dem Höhepunkt der Spardiskussion im vergangenen Jahr den Medienbereich als einen der Schwerpunkte der kirchlichen Arbeit für die nächsten Jahre festgelegt.

Damit dies strukturiert geschieht, wurde die Handlungsfeldkonferenz 8 (Presse, Öffentlichkeitsarbeit, Medien) beauftragt, publizistische Grundlinien für die Landeskirche zu erarbeiten. Nach einem intensiven Diskussionsprozess liegt das 23 Seiten starke Papier nun vor.

Die Kirche bekennt sich darin zu ihrem publizistischen Auftrag und zur Freiheit der Publizistik. Zu den Grundbestandteilen der kirchlichen Medienarbeit werden auf Gemeindeebene die Gemeindebriefe und der jeweilige Internet-Auftritt gerechnet, auf Ebene der Landeskirche der Evangelische Pressedienst, die Kirchengebiets­presse, das Engagement in Hörfunk und Fernsehen sowie Internet und Intranet. »Bei allen Aktivitäten soll nicht allein die Kerngemeinde im Blick sein, sondern auch die distanzierteren Kirchenmitglieder«, betont Kirchenrat Roland Gertz, der die Federführung bei dem Papier inne hatte.

Bemerkenswert ist, dass es nicht bei einer Bestandsaufnahme bleibt, sondern klare Empfehlungen gegeben werden. So soll noch in diesem Jahr über eine verlegerische Zusammenführung der beiden bayerischen Sonntagsblätter entschieden werden. Die EKD-Publikation chrismon soll weitergeführt werden.

Als reichweitenstärkstes Medium sollen die Gemeindebriefe durch ein Fortbildungskonzept und Artikelangebote mehr unterstützt werden, im Frühjahr wird erstmals ein Gemeindebrief-Preis ausgeschrieben.

Zum verstärkten Engagement im Bereich der Verkündigung im privaten Rundfunk soll ein Verantwortlicher ernannt werden, in den Dekanaten sollen künftig Beauftragte für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein. Im Internet soll  bayern-evangelisch.de als Portal der Landeskirche etabliert werden. Weit in die Zukunft reicht der Wunsch nach einem Schwerpunktthema »Medien« bei der Tagung der Landessynode im Jahr 2009.

fra

 


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abgerufen 08.02.2012 - 23:43 Uhr

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