Home
Diese Woche - die aktuelle Ausgabe
Themen
E-Paper: Sonntagsblatt digital
Jetzt im Sonntagsblatt-Shop bestellen!
Archiv
Die Redaktion
Abo-Service
Das Sonntagsblatt-Blog
Anzeigen-Service
Leserreisen
Zeitvertreib
Leserbriefe
Impressum



    
Heute: 08.02.2012
Aktuelle Ausgabe: 06 vom 05.02.2012
Artikel mit anderen teilen!
Dieser Artikel: Ausgabe 30/2004 vom 25.07.2004
Alle Artikel der » Ausgabe 30/2004 im Archiv aufrufen.
  Druckversion


Ein Arbeitskreis soll das Kloster retten

Heidenheimer Klosterverkauf


In Zeiten knapper Kassen muss alles unter den Hammer: auch ein Kloster Heidenheim - das für einige Wochen im Internet zu haben war. Das sorgte für Wirbel und so hat der Eigentümer, der Freistaat Bayern, nach Protesten die Notbremse gezogen: Der Verkauf an sich wurde ausgesetzt und stattdessen vor Ort eine Konzeption für ein Weiterleben des Klosters geschmiedet.

So das Resümee einer Gesprächsrunde mit Vertretern von Freistaat, kommunaler Ebene und Kirche, zu der Finanzstaatssekretär Franz Meyer ins Kloster eingeladen hatte. Nach seinen Worten sucht man nun »einen neuen Träger« - und keinen neuen Käufer. Ob im Rahmen einer Stiftung, eines Zweckverbandes, Fördervereins oder des Erbbaurechtes ist dabei noch nicht klar. Den Königsweg muss nun ein neugegründeter Arbeitskreis finden, der sogleich vor einer nicht so einfachen Herausforderung steht: Er soll zwei vorliegende Nutzungskonzepte miteinander verzahnen.

Zum einen jenes von Altlandrat Karl-Friedrich Zink und dem Weißenburger Architekten Hans-Heinrich Häffner, welches das Kloster als Ausgangspunkt für die »Wege der Christianisierung« ins Umland ausstrahlen lassen will. Zum anderen das von Annette Steinacker-Holst, die die Räume seit längerem bereits künstlerisch belebt. Musische Präsentation und Vernetzung mit der Region heißen also die Bausteine, aus denen der Arbeitskreis unter Federführung der Bezirksfinanzdirektion ein schlüssiges Konzept basteln soll.

Bei der Finanzierung erwartet man auch Mittel aus dem Freistaat (seit 1537 Besitzer des Klosters). Außerdem schielt man in Richtung Dorferneuerung, kommunale Allianzen und dergleichen. Wenn alles ins Leere läuft, steht vielleicht doch noch der Verkauf an - was aber »kein Schreckgespenst« sein muss, wie am Rande des Pressegesprächs zu hören war. Es käme auf die vertragliche Ausgestaltung an.

Eine auf die vorübergehende Internet-Offerte reagierende Berliner Grundstückgesellschaft hat bereits einen Vorschlag für einen Deal: symbolischer Preis gegen sinnvolles Nutzungskonzept. Ein durchaus moralisches Angebot, das an sich wohl nicht Volkes Zorn auf sich zog. Eher die Tatsache, dass ein Objekt, das angeblich gar nicht zum Verkauf anstand, plötzlich der historischen Mauern unwürdig online zur Disposition stand.

ley

 


Valid HTML 4.01 Transitional

/news/aktuell/2004_30_08_01.htm
abgerufen 08.02.2012 - 23:17 Uhr

© Sonntagsblatt 1998-2012, ImpressumWebmaster
Angebote für Webmaster