Angst vor schlechten Schulnoten?
Sonntagsblatt-Umfrage
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Keine Macht den Noten
»Ich habe keine Angst vor Noten. Wenn ich deswegen das Schuljahr nicht schaffen sollte, hätte ich Angst, sie zu zeigen. Aber ich weiß ja, dass ich weiterkomme, deshalb ist der Zeugnistag auch nicht schlimm für mich. Wenn ich mal eine schlechte Note schreibe, dann strenge ich mich das nächste Mal wieder mehr an. Ich finde aber schon, dass Noten nötig sind, sonst gäbe es ja in der Schule keinen Anreiz, sich wirklich anzustrengen. Aber im Übrigen gilt: Keine Macht den Noten!«
Malte Bartylla (12), 6. Klasse Wirtschaftsgymnasium in Bayreuth
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Besser wär's, es gäbe keine Noten
»Ich hätte Angst, wenn ich eine fünf in Latein hätte. Und zwar vor meiner Lehrerin. Hab ich aber nicht, weil ich zwischen zwei und drei stehe. Meine Eltern machen mir jedenfalls keine Angst. Es gibt aber Kinder, die kriegen Hausarrest, wenn sie keine guten Noten nach Hause bringen. Die lernen nicht für sich, sondern für ihre Eltern. - Ich fänd's besser, wenn es keine Noten gäbe. Ab Ostern geht immer der Stress mit den Noten los. Nach Notenschluss ist dann aber Schluss mit Lernen. Das kann doch nicht richtig sein?«
Kathrin Rundel (12), 6. Klasse am Gymnasium (neuspr.), München
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Tolle Lehrer, gute Noten
»Angst? Nein, habe ich nicht! Aber eigentlich sind Schulnoten überflüssig. Vielfach spielt das persönliche Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler in die Notengebung hinein. Die Leistungen sollten einheitlicher bewertet werden. Mündliche Noten finde ich gut. Da kann ich das noch rausholen, was bei einer schriftlichen Arbeit danebengegangen ist. Bei tollen Lehrern kann ich besser für das Fach lernen. Gut finde ich die neu eingeführte 'pädagogische Note' für das allgemeine Verhalten.«
Lydia Bernäcker (16), Schülerin in Königsbrunn
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Keine Noten mehr - fast eine Erlösung
»Meine zwei Söhne haben gerade Abitur gemacht. Als ich mir klarmachte, dass jetzt nie mehr Noten ins Haus flattern werden, fiel eine richtige Last von mir ab! Das kam der Erlösung aus einem Angstzustand schon sehr nah. Sicher versucht man immer, gute Voraussetzungen für seine Kinder zu schaffen. Aber welche Zensuren sie heimbringen, das hat man letztlich nicht in der Hand. Ob man Kindern wirklich gerecht wird, wenn man sie jahrelang an einer Skala von 1 bis 6 bewertet?«
Elisabeth Schönfeld (49), Hausfrau, Schwabach |  |