Was bedeutet der Missionsauftrag Jesu heute?
Sonntagsblatt-Umfrage
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Partnerschaftliche Verbundenheit
»Kirche ist durch Mission entstanden und lebt von ihr. Jesus hat seine Jünger beauftragt, seine Zeugen zu sein »in Jerusalem...und bis an das Ende der Erde« (Apg 1,8). Deshalb haben wir den Auftrag, seine Botschaft sowohl vor Ort als auch in aller Welt weiterzugeben. Dabei orientieren wir uns an der Mission Jesu, der nicht nur gepredigt, sondern auch gelehrt hat. Wir tun dies in partnerschaftlicher Verbundenheit mit Christen in vielen Ländern, indem wir gemeinsam verkündigen und handeln.«
Hermann Vorländer (61), Direktor des Missionswerks, Neuendettelsau
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Nicht die Börsenkurse sind entscheidend
»Hört meine Worte und tut sie!« Das ist Jesu Auftrag an die Christen zu allen Zeiten. Für mich liegt darin ein missionarischer Auftrag: die Schwachen nicht zu vergessen, an die Suchenden zu denken, von Gottes Friedensreich für alle zu reden. Wir müssen den Menschen zeigen: Es gibt Wichtigeres als Geld, Macht, Ansehen. Nämlich: Miteinander, Offenheit, Vertrauen. Nicht die aktuellen Börsenkurse entscheiden über unser Wohl und Wehe, sondern unser Herz, das wir verschenken.«
Bernhard Sokol (41), Pfarrer, St. Markus in Augsburg-Lechhausen
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Mit Liebe und Fantasie zum Himmel einladen
»Der Missionsbefehl ist unverzichtbare Grundlage der Kirche, den es wieder neu zu entdecken gilt, der zu lange im Winkel des Unseriösen stand. Während die - armen - Kirchen des Südens in Tansania jährlich um fünf Prozent wachsen, verlieren die Kirchen Deutschlands Hunderttausende Mitglieder. Doch der Hunger nach Leben und Sinnerfüllung ist ungebrochen. Heil und Vergebung hat nur Christus. Mit Liebe und Fantasie zum Himmel einladen. Das ist es! Die Menschen sind es wert!«
Fritz Schroth (62), Leiter der Tagungsstätte Hohe Rhön, Bischofsheim
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Glaubenswerbung - ohne blind zu bekehren
»Mission? Kaum ein anderes Wort wird in unserer Kirche heute entweder derart belächelt, verpönt oder verschwiegen. Für mich bedeutet Mission Werbung für den christlichen Glauben - ohne zu überreden, blind zu bekehren oder lieblos zu manipulieren. Dazu braucht es authentische Formen und glaubhafte Aussagen - allerdings mit einem klaren Inhalt: die frohe Botschaft Jesu! Dafür wünsche ich unseren Gemeinden mehr Selbstbewusstsein, Mut und Leidenschaft. Back to the roots!«
Andi Weiss (26), Diakon, München |