Baustelle Gemeindeaufbau
Willow Creek Kongress in Nürnberg
Die US-amerikanische christliche Reformgemeinde »Willow Creek Community Church« gewinnt auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Beim einem Kongress in der Nürnberger Frankenhalle kamen 5700 Teilnehmer, überraschend viele davon aus landeskirchlichen Gemeinden.
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 Prominenter Redner des Treffens war der Gründer der überkonfessionellen Glaubensgemeinschaft, Pastor Bill Hybels. Der Aufbau von christlichen Gemeinden sei »die wichtigste Baustelle auf diesem Planeten«, erklärte er.
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Christliche Bewegungen aus Amerika haben es meist schwer, in Deutschland anzukommen. Der lockere Stil, in dem manches dargeboten wird, ist vielen Christen hierzulande gewöhnungsbedürftig, die Botschaft zu sehr reduziert auf ein schwarz-weiß-Denken. All dies könnte man auch der Willow Creek Community Church unterstellen, die in Deutschland zu Kongressen einlädt und Glaubensseminare anbietet.
Doch der Erfolg spricht für sich. Fast 5700 Teilnehmer hat die aus Chicago stammende Willow Creek Community bei einem Kongress in der Nürnberger Frankenhalle zusammengebracht. Vom Thema »Lebensverändernde Gemeinden bauen« fühlten sich auch landeskirchliche Gemeindemitglieder und Pfarrer angesprochen.
Starredner des Treffen war Pastor Bill Hybels, Gründer der überkonfessionellen Glaubensgemeinschaft. Demonstrativ gut gelaunt brachte er seine Botschaft unter das Publikum: »Der Gemeindeaufbau ist die wichtigste Baustelle auf diesem Planeten.« Vorher hatte zur Einstimmung ein Video das düstere Bild einer Welt voller Gewalt, Materialismus und Selbstsucht gezeichnet. Dem setzte Hybels die Vision heiler christlicher Gemeinden entgegen. »Ihr seid alle tolle Leute«, bescheinigte er den Zuhörern und rief sie zur Hingabe an den Gemeindeaufbau auf. Rund 1600 der 5700 Teilnehmer kamen nach Angaben der Veranstalter aus evangelischen Landeskirchen, ebenso viele aus freien und freikirchlichen Gemeinden. 830 gaben die Landeskirchliche Gemeinschaft als Herkunft an, dann folgten Methodisten, Angehörige von Pfingstgemeinden und Siebenten-Tags-Adventisten. Auffällig war der hohe Anteil von 20- und 30-Jährigen.
In Chicago kommen nach Angaben der Willow Creek Church wöchentlich rund 19000 Menschen zu ihren Gottesdiensten. 18000 Personen sind in rund 2700 Kleingruppen organisiert. In Deutschland will Willow Creek gleichgesinnte Gemeinden mit einem ähnlichen Netzwerk verbinden.
Einer der Hauptredner beim Nürnberger Kongress war der Leiter der internationalen Alpha-Kurs-Bewegung, Nicky Gumbel (London). Alpha ist derzeit der weltweit erfolgreichste Glaubenskurs mit einer Gesamtteilnehmerzahl von mehr als fünf Millionen. Nach Gumbels Überzeugung sollten evangelistische Aktionen am besten auf Gemeinde-Ebene stattfinden.
Dort sähen Gäste - anders als bei übergemeindlichen Veranstaltungen -, was sie im Gemeindeleben erwarte und was sie künftig erleben könnten. Alpha-Kurse hätten sich in der Gemeindearbeit bewährt, seien aber auch in anderen Situationen einsetzbar. Nach Gumbels Angaben haben inzwischen 30000 der insgesamt 70000 Strafgefangenen in britischen Gefängnissen einen Alpha-Kurs absolviert. Teilweise gebe es monatelange Wartelisten, und es sei sogar vorgekommen, dass Gefangene das Ende des Kurses mitmachen wollten, obwohl ihre Haftzeit abgelaufen sei.
Mehr über Alphakurse erfahren Sie im Internet unter www.alphakurs.de oder unter Telefon (08683) 8912-0.
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