Evangelische Publizistik soll in der Fläche präsent bleiben
Erklärung der bayerischen Regionalbischöfe
Regensburg/München.
Trotz der Sparzwänge muss die Kirche nach Überzeugung der sechs
Regionalbischöfe der evangelischen Landeskirche weiterhin in der Fläche
präsent bleiben. Das gelte insbesondere für die professionelle kirchliche
Publizistik, wie die Regionalbischöfe nach einem Treffen in Regensburg in
einer Pressemitteilung betonten.
»Besonders in Gefahr« seien derzeit die Bezirksbüros des
Evangelischen Presseverbandes
(EPV). Die Regionalbischöfe seien sich einig, so die Pressemitteilung,
dass ehren- und nebenamtliche Mitarbeiter kirchlicher Medien eine
hauptamtliche Begleitung in erreichbarer Nähe benötigen. Auch die
Redaktionen von Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen seien auf einen
hauptamtlichen, qualifizierten Ansprechpartner in der Region angewiesen.
Die fünf Regionalbischöfe und die Regionalbischöfin reagieren mit ihrer
Erklärung auf geplante Umstrukturierungen und Personalabbau im
Evangelischen Presseverband. Wie EPV-Direktor Hartmut Joisten sagt,
befinde sich der EPV in einer wirtschaftlich angespannten Situation.
Diese Engpässe seien auf die allgemein schwierige Marktsituation in der
Medienbranche und die kontinuierliche Reduzierung der kirchlichen
Zuschüsse zurückzuführen.
»Um die Zukunft der Evangelischen Publizistik und ihren Auftrag zu
gewährleisten, müssen wir uns weiter verändern«, so Joisten. Es sei zu
begrüßen, dass die Regionalbischöfe die Bedeutung der regionalen
Publizistik unterstreichen. »Gemeinsam mit den Regionalbischöfen werden
wir wirtschaftlich vertretbare Lösungen finden, um die regionale
Verortung der evangelischen Publizistik sicherzustellen«, betonte
Joisten. Der EPV mit seinen rund 70 Mitarbeitern gibt den
Evangelischen Pressedienst
(epd) und das
Sonntagsblatt
heraus. Mit der Evangelischen Funkagentur efa und dem Evangelischen
Fernsehen efs engagiert er sich bei privaten Medienanbietern. Zum Haus
gehört ferner der
Claudius-Verlag
und die Agentur
epv.service
.
Der Würzburger Dekanatsausschuss wies in einer Eingabe an den
Landeskirchenrat darauf hin, dass eine Schließung des örtlichen epd-Büros
»erheblichen Schaden für die öffentliche Präsenz der Kirche in Unter- und
Westmittelfranken« verursachen würde. |