Kirchliche Mitarbeiter-Vertreter im Landeskirchenamt
Den "dritten Weg" beibehalten
Der so genannte »Dritte Weg« soll auch weiterhin der kirchliche Weg zur Regelung arbeitsrechtlicher Bedingungen bleiben. Daran wollen bayerische Kirchenleitung und Mitarbeiterverband auch in Zukunft festhalten.
Bei einem Gespräch, das Mitte April im Landeskirchenamt stattfand, sprachen sich für eine Beibehaltung des kirchlichen Sonderweges sowohl Vertreter der Arbeitgeber-ãwie auch Arbeitnehmerseite aus. Auf Einladung von Landesbischof Johannes Friedrich und Rainer Böttner, Leiter des Landeskirchenamtes, waren Wilhelm Leidel und Brigitte Gulden nach München gekommen.
Der Vorsitzende und die stellvertretende Vorsitzende des Verbandes kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VKM) sind auch Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK) Bayern, die für Landeskirche und Diakonie alle arbeitsrechtlichen Regelungen beschließt. Derzeit stellt der VKM alle 8 Arbeitnehmervertreter in der ARK, 4 für die rund 19000 Beschäftigten in der Landeskirche und 4 für die etwa 41000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Diakonie. Ihnen sitzen in der ARK je 4 Arbeitgebervertreter aus Landeskirche und Diakonie gegenüber. Die Gewerkschaft ver.di arbeitet im kircheneigenen Modell der Arbeitsrechtssetzung nicht mit, weil sie Tarifverträge durchsetzen möchte.
Bei dem Treffen in München dankten Friedrich und Böttner dem VKM-Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den zurückliegenden vier Jahren. Am 14. Mai wird bei einer Mitgliederversammlung des VKM in Nürnberg der Vorstand neu gewählt.
Dabei ist derzeit nur sicher, dass der VKM unter neuem Vorsitz in die kommende Arbeitsperiode geht, weil Wilhelm Leidel nicht noch einmal als Vorsitzender kandidieren wird.
Helge Neuschwander-Lutz