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Gemeindebrief Redaktion

Immer die Gemeinde im Blick

Der Gemeindebrief ist kein Vereinsblatt, sondern ein Blatt für alle, die im Bereich der Kirchengemeinde wohnen. Hat man dies im Blick, dann findet man den richtigen Inhalt ganz leicht. Hier einige Anregungen für mögliche Themen:

  Kirchlicher Terminkalender.
Aus den anstehenden Terminen ergeben sich Stoffe für die Berichterstattung. Wann ist was los? Einladung, Information, Erläuterungen über Veranstaltungen sind wichtig. Highligths werden ausführlich dargestellt, seltene Ereignisse besonders beschrieben: Osternacht, Jugendfreizeit, Jubiläum des Posaunenchores, Diakoniesonntag, Erntedankfest, Trödelmarkt usw. Aber Vorsicht: Der Gemeindebrief darf nicht zum angereicherten Terminkalender entarten. Der Leser will viel mehr wissen.

  Nachrichten, Berichte aus Einrichtungen und Initiativen:
Was macht der Sozialverein, wie geht`s im Kindergarten, welche Themen berät der Kirchenvorstand, wie war`s beim Seniorenausflug, was ist aus unserer Spendenaktion geworden? Auch über Kirchenchor, Besuchsdienst, Mutter-Kind-Gruppe und ähnliche Aktivitäten gibt`s immer etwas zu berichten.

  »Human Touch«:
Bunte Reportagen, Interviews, Porträts werden gern gelesen: Wir besuchen unser Altenheim, wir begleiten den ambulanten Pflegedienst, wie verläuft heutzutage der Konfirmandenunterricht? Menschen aus der Gemeinde sollten zu Wort kommen. Gemeindemitglieder mit interessanter Vergangenheit, der frühere Pfarrer, das »Diamantene Hochzeitspaar«, die Besuchsdienst-Leiterin könnten interviewt werden. Es gibt oft Anlässe, um ein Gemeindemitglied im Porträt vorzustellen. Menschliche Schicksale interessieren immer, was Leute über ihren Glauben erzählen, ist wertvoll.

  Den Blick über den eigenen Kirchturm hinaus
sollte man nicht vergessen. Kommunalpolitik und Kirche berühren sich oft. Probleme des Stadtteils dürfen die Kirche nicht gleichgültig lassen. Was tut sich in der Schule? Welche Beobachtungen macht unsere Polizeistation? Wie geht`s den Neuzugezogenen, den ausländischen Mitbürgern, den Arbeitslosen? Gespräch mit einem Gemeinderat, Neues aus dem Bezirksausschuss.

  Besinnung, Erbauung:
Ein persönlicher Brief des Pfarrers, eine kurze geistliche Besinnung, eine Bildmeditation, Auslegung zu Jahreslosung oder Monatsspruch sind Möglichkeiten für ein verkündigendes Wort aus dem Evangelium.

Bei der Themensuche gilt: Alle Beiträge sollten einen lokalen Bezug haben. Die Artikel müssen aktuell und interessant sein. Sie sollten offen und ehrlich die Lage schildern, nicht die Kirche beweihräuchern. Die beschriebenen Tatsachen müssen für sich sprechen. Dann wird der Leser erkennen, welche Bedeutung die Kirche mit ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für das Wohngebiet hat.

Helmut Winter

Nr. 2 - Februar 2002



Gemeindebrief-Werkstatt
   Der stille Riese - der Gemeindebrief, das unterschätzte Medium (Nr. 1/02)
   Die Redaktion: Lernort für ehrenamtliches Engagement (Nr. 1/02)
   Leserorientierung ist oberstes Gebot: Erst Zielgruppe und Publikationszweck klären (Nr. 2/02)
   Inhalte: Immer die Gemeinde im Blick (Nr. 2/02)
   Konzeption und Gliederung: Form follows function (Nr. 3/02)
   Kontakt mit dem Leser: Wie werden Publikationen der Kirche wahrgenommen? (Nr. 3/02)
   Layout: Erscheinungsbild zwischen Chaos und Ordnung (Nr. 4/02)
   Layout: Weg mit den Bleiwüsten - Bilder beleben den Kirchenboten (Nr. 5/02)
   Layout am PC: InDesign und Quark XPress - Das richtige Programm finden (Nr. 6/02)
   Schreibwerkstatt: Gute Schreibe lässt sich lernen - Zum Lesen verführen (Nr. 7/02)
   Redigieren: An Überschriften, Vorspännen und Texten feilen, bis man sie versteht (Nr. 8/02)
   Redaktionsmanagement heißt zunächt einmal viele Mitarbeiter gewinnen: Ein Hoch dem Team! (Nr. 9/02)
   Journalistische Formen: Bericht, Reportage oder Glosse? Welche journalistische Darstellungsform ist wo angemessen? (Nr. 10/02)
   Presserecht: Was man bei Bildern alles falsch machen kann (Nr. 11/02)
   Kreativ sein - auch beim Geldsparen: Druckerei auswählen, Anzeigen akquirieren und andere Fragen der Finanzierung (Nr. 12/02)
   Vom Gedruckten ins Internet und Einfacher Internetauftritt: Vernetzte Kirche bietet Musterseiten für Gemeinden (Nr. 1/03)
   PDF und XML sollten Gemeindebriefmacher kennen und Öffentlichkeitsmanagement: Ein Schaukasten ist kein schwarzes Brett (Nr. 2/03)
   Wie ein Heft entsteht: Ein gutes Redaktionsmanagement ist unabdingbar (Nr. 3/03)
   Nicht das Schaufenster abdekorieren: Am Gemeindebrief zu sparen hätte fatale Folgen
(Nr. 4/03 - Ende)




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