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ver.di: Die Themen "liegen auf der Straße"

Mitarbeit erwünscht

In der bayerischen Landeskirche und Diakonie sind etwa 13 Prozent der Mitarbeitenden organisiert. Sie sind also entweder Mitglied beim Verband kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VKM) oder in der Gewerkschaft ver.di (früher ÖTV). Den VKM stellten wir in der letzten Ausgabe vor. Diesmal also: ver.di! (Siehe auch Thema)

"Kirche und Diakonie dienen zwar der Verkündigung, sind jedoch im Innenverhältnis Arbeitgeber wie alle anderen Arbeitgeber auch", meint Robert Jung von der Gewerkschaft ver.di (früher ÖTV). Die Themen für gewerkschaftliches Engagement in Landeskirche und Diakonie liegen nach seiner Ansicht auf der Straße. Einkommens- und Arbeitsbedingungen, Arbeitsrechtssetzung, patriarchalische Führungsstrukturen, nicht gelebte Dienstgemeinschaft, Mobbing, Kündigung, Abmahnungen oder schlechte Zeugnisse seien Themen, die das gewerkschaftliche Engagement notwendig machen.

Vor allem in der Diakonie

Nach Schätzungen sind 4 000 bis 5 000 kirchliche und diakonische Beschäftigte zur Zeit in der Gewerkschaft ver.di organisiert - mit einen deutlichen Übergewicht in der Diakonie. Deshalb beschäftigt sich ver.di vor allem mit arbeitsrechtlichen Fragen, die im diakonischen Bereich auf der Tagesordnung stehen: "Kürzung des Weihnachtsgeldes für Schichtdienstleistende oder die Einführung von Niedriglohngruppen in der Diakonie, ein neues Vergütungssystem oder so genannte leistungsorientierte Vergütungsbestandteile" sind laut Jung aktuelle Diskussionen, denen sich die Gewerkschaft stellen muss.

Zusammen mit der katholischen Kirche und der Caritas seien Landeskirche und Diakonie der zweitgrößte Arbeitgeber in Bayern. Ein Grund mehr, sich gewerkschaftlich um diesen großen Bereich arbeitsrechtlich zu kümmern. ver.di bietet unterschiedliche Möglichkeiten der gewerkschaftlichen Mitarbeit: Vertrauensleutearbeit, Abteilungen vor Ort, Frauenarbeit, Seminararbeit für Mitarbeitervertretungen oder Treffen des Arbeitskreises geistliche Berufe sind einige dieser Möglichkeiten.

Helge Neuschwander-Lutz

Wer mehr wissen möchte: ver.di Dienstleistungsgewerkschaft (bisher: ÖTV-Bezirksverwaltung Bayern), Abteilung Kirchen, Schwanthalerstraße 64, 80336 München; Telefon (089) 5141434.
Internet: www.verdi-net.de


Nr. 7 - Juni 2001





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