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Warum ich in der Kirche mitarbeite (6): Udo Knauer

Der Glaube führte zur Kirchenmusik

Was wäre die Kirche ohne ihre Musik? Hunderte von haupt- und ehrenamtlichen Kirchenmusikern sorgen in den Gemeinden dafür, dass sonntags Kirchenlieder begleitet werden, dass der Posaunenchor seinen Auftritt besteht oder der Kinderchor die Herzen der Gemeindeglieder erfreut. Wir stellen einen Kantor aus dem Ries vor.


  Will mit Kirchenmusik alle Altersstufen ansprechen: Udo Knauer.

Foto: Dollinger

Schon als Kind hat mich Klavierspielen interessiert, ich bin auch aufs musische Gymnasium in Coburg gegangen" erzählt Udo Knauer. "Und bei einem Schulgottesdienst hat mir dann ein Orgelstück so gut gefallen, dass ich dachte, das lerne ich auch!"

Udo Knauer ist seit 1993 Kantor in Nördlingen St. Georg, und sein Leben und Alltag sind geprägt durch die Kirchenmusik.

Schon als Jugendlicher Organist

Mit 15 war er bereits im Nebenamt Organist. Er hat angefangen, beim Coburger Bachchor zu singen und zusätzlich Orgelunterricht genommen und legte dann die D-Prüfung ab. "Rauch hat mich wirklich fasziniert und ich bin nach und nach richtig in die Kirchenmusik reingewachsen", sagt er über seinen Lehrer. Er wusste früh, dass er etwas mit Schul- oder Kirchenmusik studieren wollte. "Ich dachte, als Lehrer tauge ich vielleicht nicht so, aber ich habe mich vor allem vom Glauben her da hingestellt gefühlt", erzählt Knauer.

Die nebenamtliche Arbeit im Bereich der Kirchenmusik hat ihn während des gesamten Studiums an der Hochschule für Musik in Würzburg begleitet. Udo Knauer hat damals einen Kinderchor geleitet und einen Kirchenchor gegründet, der heute noch besteht. "Die Arbeit hat mir bereits damals großen Spaß gemacht, und ich hatte irgendwie das Gefühl, das will Gott auch von mir" begründet Knauer seine Entscheidung für die Kirchenmusik. Als Kantor ist er heute in den Dekanaten Nördlingen und Oettingen für die Ausbildung der Organisten zuständig genauso wie für die Ausbildung der Chorleiter. Er veranstaltet jedes Jahr ein großes Chorfest mit allen Chören aus den drei Dekanaten.

Dreiviertel seiner Arbeit ist Knauer allerdings in der eigenen Gemeinde beschäftigt. Er leitet einen Posaunenchor mit etwa zehn Mitgliedern, die Kinderkantorei mit 54 und den Jugendchor mit etwa 40 Mitgliedern. In der Kantorei singen 100 und im Kammerchor etwa 30 Musikbegeisterte. "Ich will mit allen Chören und vor allem für alle Altersgruppen etwas machen" meint Knauer. So stünden ganz unterschiedliche Genres auf seinem Programm, vom Kantatengottesdienst über Gospel bis zum Kindermusical.

Viele Lieder führen zu Gott

Am wichtigsten bei seiner Arbeit ist ihm, mit der Kirchenmusik alle Altersschichten anzusprechen. "Ich will vermitteln, dass es nicht nur eine Stilrichtung wie beispielsweise Bach gibt, um Gott zu loben und zu preisen" meint Udo Knauer,"das kann doch mit Gospel, oder etwas Modernem genauso gut geschehen wie mit einer h-Moll-Messe."

Obwohl die Arbeit mit den Chören seinen persönlichen Schwerpunkt bilde, sei er natürlich auch in der Gemeinde für den Bereich Orgel zuständig. So wollen auch die Nördlinger Orgeltage und die Orgelmusik zur Marktzeit gut organisiert sein. Außerdem plane man in Nördlingen eine Orgelrevision, was nach 25 Jahren einmal an der Zeit sei, so Knauer.

Auch im Kirchenvorstand

"Allgemein bin ich auch in die Gemeindearbeit miteingebunden, das ist für mich sehr wichtig" meint Knauer zu der Tatsache, dass er im Kirchenvorstand als Mitglied mit beratender Stimme sitzt und sich im Gemeindeausschuss engagiert.

Besonderer Höhepunkt im Jahr ist für Udo Knauer das Nördlinger Sternsingen mit allen Chören, "da ist die Kirche voll wie an Weihnachten", freut sich Knauer.

Katharina Dollinger


Nr. 6 - Mai 2001



Udo Knauer



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