Verband kirchlicher Mitarbeiter (VKM)
In der bayerischen Landeskirche und Diakonie sind etwa 13 Prozent der Mitarbeitenden organisiert. Sie sind also entweder Mitglied beim Verband kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VKM) oder in der Gewerkschaft ver.di (früher ÖTV). Beide Arbeitnehmer-Verbände sollen in dieser und der nächsten Ausgabe kurz vorgestellt werden.
Rund 4000 Mitglieder sind im VKM zusammengeschlossen. Seit Anfang der Siebziger Jahre vertritt der Verband die Interessen der kirchlichen und diakonischen Mitarbeitenden in der gemeinsamen Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK).
Nachwuchssorgen
Nur für kurze Zeit hat die damalige Gewerkschaft ÖTV in dieser Kommission über die arbeitsrechtlichen Grundlagen für die rund 60 000 Beschäftigten in Bayern mitverhandelt. Seither stellt der VKM alle acht Arbeitnehmervertreter/innen in der auch mit acht Arbeitgebervertretern besetzten ARK. Wie Vorstandsmitglieder in einem Gespräch bestätigten, ist es nicht einfach, arbeitsrechtlich kompetente Mitglieder für eine Mitarbeit zu gewinnen.
Es bedeute in erster Linie zusätzliche Arbeit, die selten anerkannt wird und auch überwiegend neben der hauptberuflichen Arbeit geschehen müsse. Gerade durch die Wettbewerbsbedingungen, unter denen im diakonischen Bereich gearbeitet werden muss und durch die Sparzwänge im kirchlichen Bereich, ist eine kompetente Vertretung der Mitarbeitenden in Fragen der arbeitsrechtlichen Bedingungen jedoch unerlässlich, so der VKM.
Mitstreiter gesucht
Neun von zehn Mitgliedern des Mitarbeitendenverbandes kommen aus dem landeskirchlichen Arbeitsumfeld. Ein Großteil sind so genannte kooporative Mitglieder, gehören also einem anderen kirchlichen Verband an, der sich in arbeitsrechtlichen Fragen vom VKM vertreten lässt. Der Verband wird von einem neunköpfigen Vorstand geleitet. Er gibt viermal jährlich eine Mitgliederzeitschrift heraus und will demnächst auch im Internet zu finden sein. Wer sich für die Arbeit des VKM interessiert, kann sich an dessen Geschäftsstelle wenden: Verband kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Marienbader Straße 18, 91058 Erlangen, Tel: (09131) 3 34 58.