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Werkstatt Teamwork (1): Entwicklungsphasen im Leben einer Gruppe

Beschnüffeln, bekriegen, besprechen, bearbeiten

Ob bei der Organisation eines Kinderbekleidungsbasars, im Kirchenvorstand oder bei der Vorbereitung eines Jugendgottesdienstes: Überall ist erfolgreiche Zusammenarbeit gefragt. Wie aber gelingt sie? Dazu will die mehrteilige Werkstattserie "Teamwork" Hilfestellungen und Informationen liefern. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem psychologischen Grundwissen über die Entwicklungsphasen im Leben eines Teams und der Frage nach dem Leitbild.

Ein Team ist ein lebendiger Organismus mit Geburt, Wachstums- und Stagnationsphasen sowie einem "Tod" am Ende. Sozialwissenschaftlich und psychologisch ermittelte Kenntnisse über regelmäßige Abläufe im Leben eines Teams können helfen, diese dynamischen Prozesse besser zu verstehen. Vier Entwicklungsschritte, dargestellt auf dem Ziffernblatt einer Uhr (siehe Skizze), lassen sich empirisch belegen: Testphase (0-3 Uhr), Nahkampfphase (3-6 Uhr), Organisierungsphase (6-9 Uhr) , Arbeitsphase (9-0 Uhr).Was sind die Grundfragen, die in den Köpfen der Mitglieder herumgeistern und was hilft, die jeweilige Phase möglichst gut zu durchlaufen?


  Entwicklungsphasen im Leben eines Teams

Klicken Sie die Grafik an für eine größere Darstellung.
In der Testphase fragen sich die Gruppenmitglieder gespannt:


Als wer bin ich hier? Wer sind die anderen?

Welche Spielregeln gelten hier?

Was soll/will/muss ich hier?

Wieviel zeige ich von mir?

Woran kann ich mich orientieren?


Tipps zur Testphase:


klare Strukturen festlegen, wie z.B. Tagesordnung, Zeitbegrenzung bei Sitzungen

Zeit zum Kennenlernen, zum Beispiel ein gemeinsames Wochenende oder einen Ausflug einplanen

In der Nahkampfphase geht die Arbeit nur mühsam voran, denn es muss erst "ausgekartelt" werden:


Wer hat hier wem was zu sagen?

Wo ist mein Rang?

Mit wem schließe ich mich zusammen?

Wer regt mich auf?

Tipps zur Nahkampfphase:


Sachthemen an der richtigen Stelle verlassen und Konflikte offen ansprechen

Geduld und Stehvermögen behalten

In der Organisierungsphase wird neu festgelegt:


Wie sieht der neue Umgang aus?

Welche Ziele wollen wir erreichen?

Tipps zur Organisierungsphase:


keine einengende Leitung von oben

Ergebnissicherung

Feedback

In der Arbeitsphase wird, weniger gefragt, als vielmehr gehandelt! Jetzt ist das Team besonders leistungsfähig.

Tipps zur Arbeitsphase


Arbeitsaufteilung

Koordinierung der Arbeitsaufträge

Nicht immer laufen solche Prozesse wie im Lehrbuch ab. Oft gibt es Überschneidungen oder Gleichzeitigkeiten. Es ist auch möglich, dass ein Team nie über die Nahkampfphase hinauskommt. Dies ist lähmend und frustrierend für alle Beteiligten. Oft kommt auch noch eine 5. Phase hinzu, in der die Arbeitsfähigkeit abnimmt, da die Gruppenmitglieder mit dem Abschied und der Trennung am Ende ihrer Zusammenarbeit beschäftigt sind. Wenn man im Bild der Teamuhr bleibt, lässt sich also immer wieder fragen: Wie spät ist es gerade?

Quellennachweis: Die Informationen und Skizzen sind dem Ordner "Rückenwind" entnommen, der sich besonders mit Teamwork im Kirchenvorstand beschäftigt. Er ist zu beziehen beim Amt für Gemeindedienst, Postfach 440465, 90209 Nürnberg, Telefon (0911) 43 16 260.

Redaktionelle Bearbeitung: Anna Wöltjen





Leitbildentwicklung im Team: Ein Leib, viele Glieder

Wer sind wir? Wozu sind wir gut? Dies sind Anfragen an das Leitbild einer Gruppe.

Dieses jedoch muss sich im Team erst entwickeln, da jeder einzelne Teilnehmer eigene Bilder vor Augen hat. Meist trägt man diese individuellen Leitbilder unbewusst in sich. Aber innere Bilder beeinflussen maßgeblich unsere Wahrnehmung, unser Fühlen, unser Verhalten und unsere Urteile. Um erfolgreich im Team zu arbeiten, kann es hilfreich sein, dass der Einzelne sein heimliches Leitbild erkennt. Wie sieht man Arbeit in der Kirchengemeinde? Einen interessanten Bilderschatz bietet die Bibel, wie zum Beispiel:


  Von Bildern zum Leitbild

Ein Leib viele Glieder

Das Schiff- die Kirche als Notgemeinschaft im Sturm

Die Herde des guten Hirten

Die Festversammlung

Das Haus aus lebendigen Steinen

Das Salz der Erde und das Licht für die Welt

Die Ausgesandten

Gottes Volk als Familie

Die Gemeinde Gottes und das Reich Gottes in Bildern des Wachsens

Die von Gott erwählten, herausgerufenen Armen und Schwachen und von Gott beschenkten

...(usw.)

Welches davon spricht mich an? Welches passt zur gesamten Gruppe? Kein Bild wird alle Aspekte, die einem wichtig wären, enthalten. Das gemeinsame Leitbild eines Teams entwickelt sich erst in einem breiten Prozess des Sammelns, Klärens und Gewichtens unter allen und mit allen Mitarbeitern.

Ein gemeinsames Leitbild muss so konsensfähig sein, dass es viele integrieren kann, dass es offen ist für Neues und konkret genug ist, um Ziele, Entscheidungen und Konzepte zu bestimmen. Es soll den Blick nach innen schärfen und nach außen profilieren.

Nr. 5 - April 2001



Werkstatt Teamwork
   1. Entwicklungsphasen im Leben einer Gruppe (4/01)
   2. Gruppenleitung lässt sich lernen (6/01)
   3. Von der Schwierigkeit, Entscheidungen zu treffen (7/01)
   4. Sitzungen effektiv gestalten (8/01)
   5. Konflikte verstehen und regeln (9/01)
   6. Kampf oder Flucht (10/01)
   7. Zeit: Sich den Lebensfragen stellen (11/01)
   8. Neubeginn: (Berufs-)Wechselfälle des Lebens verarbeiten (12/01)




Kirchliche Berufe müssen attraktiver werden

Die Zahl der Studienanfänger und Auszubildenden in kirchlichen Berufen hat in den letzten Jahren abgenommen. Sind kirchliche Berufsfelder nicht mehr attraktiv? Wie reagiert der Arbeitgeber, die Kirchenleitung auf diese Tendenz?
 
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Serie: Warum ich in der Kirche mitarbeite (5): Sebastian Walter

In jeder Ausgabe werden wir hier einen ehrenamtlichen Mitarbeiter oder eine ehrenamtliche Mitarbeiterin aus der kunterbunten Schar der mehr als 130.000 Ehrenamtlichen in der bayerischen Kirche näher vorstellen.

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Kirche will neuen Qualitätsstandard einführen:

Ein eigenes "Gütesiegel" für Kindergärten hat die Bundesvereinigung der Evangelischen Kindertageseinrichtungen angeregt.
 
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Hauptamtlicher Dilettantismus

Über Ehrenamtliche lässt sich trefflich schwadronieren - im internationalen Jahr der Freiwilligen, das die UNO 2001 proklamiert hat, ganz besonders. Dabei sind es, hat unsere Autorin festgestellt, vor allem die Hauptamtlichen, die sich über das Ehrenamt auslassen. Sie muss es wissen, denn sie ist durch und durch eine "Ehrenamtlerin".
 
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Eine Auswahl wichtiger Veranstaltungen und Termine für Mitarbeitende in der Kirche

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Surftipps für Mitarbeitende in der Kirche

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Evangelische Vielfalt: Es gibt eine beinahe schon unübersehbare Vielzahl von Ämtern, Werken, Diensten, Arbeitsgemeinschaften, freien Verbänden und Vereinen. Von wohl allen könnten haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter irgendwie profitieren; zumindest ist es interessant und anregend, von ihrer Arbeit zu hören. "Kirche konkret & kontrovers" stellt unter dieser Rubrik wichtige protestantische Adressen vor.

Diesmal: Das Amt für Gemeindedienst (Nürnberg)


 
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